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Towerstars verschlafen Start ins Spiel

Bild: F.Enderle

Die Ravensburg Towerstars sind zum Abschluss des verlängerten Wochenendes ohne Punkte geblieben. Sie unterlagen dem EC Bad Nauheim mit 0:4. Ausschlaggebend war wie schon im Hinspiel im Dezember ein frühes Gegentor und ein unkonzentriertes Startdrittel.

Einen frühen Rückstand zu vermeiden ist bei Gastspielen in Bad Nauheim stets die Devise. Umgesetzt bekamen die Oberschwaben, die wie befürchtet auf Top-Scorer Robbie Czarnik verzichten mussten, diese Vorgabe aber leider nicht. Bereits nach 47 Sekunden stand die Führung des EC Bad Nauheim auf der Anzeigentafel, gegen den Alleingang von Christoph Körner gab es für Jonas Langmann nichts zu retten. Vorangegangen war eine falsche Abstimmung nach dem verlorenen Bully in der Angriffszone, Körner wurde an der blauen Linie sprichwörtlich vergessen.

Der verkorkste Start ins Spiel wirkte sich auch danach sichtbar aus, die Ravensburger Cracks wirkten nervös und verkrampft. Zwar überstanden sie eine zweiminütige Unterzahl in der 6. Spielminute schadlos, dafür setzte es das 2:0 eine Minute später. Nach einem Puckverlust in der gegnerischen Zone passte die defensive Zuordnung in der Rückwärtsbewegung erneut nicht und Kelsey Tessier schloss den Konter eiskalt ab. Im Spielzug zuvor hätte sich Joshua Samanski auf der Gegenseite zu seinem 19. Geburtstag selbst beschenken können. Er scheiterte aus kurzer Distanz jedoch an ECBN-Keeper Felix Bick.

Zu einer ebenfalls vielversprechenden Szene kam es durch gleiche Sturmreihe in der 12. Minute. Ein von John Henrion auf halbrechts abgefeuerter Schuss wurde abgeblockt und landete bei Kai Hospelt. Der hatte kurzzeitig die komplette rechte Torseite offen, mit der Rückhand war der Schuss aber nicht druckvoll genug und der Nauheimer Torhüter machte das kurze Eck mit der Beinschiene rechtzeitig zu. Einen Rückschlag gab es wenig später aus defensiver Sicht. Kilian Keller, der nach einem Zweikampf in der linken Rundung benommen liegen blieb, musste wenig später das Spiel mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung vorzeitig beenden.

Die Oberschwaben zeigten aber insgesamt, dass sie den Rückstand weitgehend verdaut hatten. Beste Möglichkeiten auf den Anschlusstreffer und eine Wende im Spiel eröffnete sich dem Team von Coach Marc Vorderbrüggen dann zwischen der 15. und 18. Spielminute. Für 82 Sekunden saßen gleich zwei Bad Nauheimer auf der Strafbank, die doppelte Überzahl blieb jedoch ungenutzt. Der Gegner war bei der Verwertung seiner Möglichkeiten da effektiver. 55 Sekunden vor der ersten Pausensirene war es der frühere Ravensburger Stürmer Frederik Cabana, der den Spielstand völlig freistehend auf 3:0 erhöhte.

Im zweiten Spieldrittel präsentierten sich die Towerstars dann deutlich selbstbewusster. Ab der sechsten Minute setzten sie den Gegner in Powerplaymanier in dessen Zone fest. Zählbares sprang hier aber leider nicht heraus. Entweder waren die Schüsse zu unpräzise oder der Bad Nauheimer Torhüter hatte freie Sicht. Ihre Hoffnungen, im Schlussdrittel doch noch einmal zurückzukommen, bewahrten sich die Towerstars mit einer konsequenteren Defensivarbeit. So ging es mit einem 3:0 für die Hausherren auch in die zweite Pause.

Auch im Schlussabschnitt kämpften die Oberschwaben hart, aber vergeblich um den Anschlusstreffer. In einer Druckphase fünf Minuten vor Ende nahm Towerstars Trainer Marc Vorderbrüggen in letzter Option eine Auszeit und den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspielers vom Eis, doch der Anschlusstreffer fiel nicht mehr. Stattdessen traf Kelsey Tessier 19 Sekunden vor der Schlusssirene noch zum 4:0 Endstand.

Die Niederlage in diesem 6-Punkte-Spiel bedeutete für die Towerstars leider den Verlust des 7. Tabellenplatzes an Crimmitschau. Auch müssen die Oberschwaben bis zum nächsten Spiel am Freitag gegen Dresden aus dem Kopf verbannen, dass das Punktepolster auf Platz 9 nun auf fünf Punkte zusammengeschmolzen ist.