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TWS Netz und Franz Lohr stärken fachpraktische Ausbildung in der Region

(v.l.n.r.): Anton Buck (Prokurist), Helmut Hertle (Geschäftsführer), Norbert Merkel (Ausbildungsmeister), Miriam Schäfer (Koordinatorin AZS), Sven Schmidt (Ausbildungsmeister), Anton Gresser (Ausbildungsmeister), Martin Köller (Ausbildungsmeister) und Nico Brombeis (Geschäftsführer) in der Werkstatt in der Ravensburger Schwanenstraße. Bild: TWS

Seit fünf Jahren lernen junge Menschen in technischen Berufen im AZS Ausbildungszentrum Schussental praktische Grundlagen für Metall-, Installations- und Elektroarbeiten. Die TWS Netz GmbH und die Franz Lohr GmbH haben das Zentrum 2021 gemeinsam gegründet. Seitdem erlernen Nachwuchskräfte aus regionalen Betrieben in der Schwanenstraße 48 ihr Handwerk bei erfahrenen Ausbildungsmeistern.

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„Gut qualifizierte Fachkräfte sind eine Voraussetzung dafür, dass die Energie-, Wärme- und Mobilitätswende vor Ort vorankommt. Mit dem AZS stärken wir die technische Ausbildung in der Region“, sagt Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz. Nico Brombeis, Geschäftsführer der Firma Franz Lohr, ergänzt: „Fünf Jahre AZS zeigen, dass Unternehmen gemeinsam mehr erreichen können. Die jungen Menschen arbeiten hier in modernen Werkstätten, werden von erfahrenen Meistern begleitet und gewinnen handwerkliche Sicherheit.“ Aus dem gemeinsamen Projekt zweier regionaler Unternehmen hat sich ein Angebot für zahlreiche Betriebe entwickelt. Aktuell nutzen 30 Partnerunternehmen das AZS für die fachpraktische Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte. Insgesamt lernen dort derzeit rund 80 junge Menschen in Ausbildung und dualem Studium. Sie kommen für einzelne Ausbildungsblöcke und zur Prüfungsvorbereitung ins Zentrum.

Lernen mit Werkzeug, Werkbank und Anleitung
Im AZS steht das praktische Arbeiten im Mittelpunkt. Die Nachwuchskräfte bohren, schweißen, löten, montieren, verdrahten und prüfen. Erfahrene Ausbildungsmeister begleiten sie dabei Schritt für Schritt. Das Angebot hilft vor allem Betrieben, die selbst keine eigene Lehrwerkstatt betreiben oder nicht alle Inhalte des Ausbildungsberufs im Unternehmen selbst abbilden können. Technische Berufe verlangen heute neben handwerklichem Geschick auch Verständnis für digitale Steuerung und komplexe Anlagen. Versorgungsnetze sowie Gebäude- und Anlagentechnik entwickeln sich laufend weiter. „Deshalb braucht es eine Ausbildung, die Grundlagen sauber vermittelt und zugleich moderne Anforderungen aufgreift“, sagt Anton Buck, kaufmännischer Leiter der TWS. Das AZS bietet dafür rund 950 Quadratmetern Werkstattfläche. Auch junge Menschen im dualen Studium profitieren vom Angebot. Sie lernen früh, wie Planung, Material, Montage und Betrieb in der Praxis zusammenhängen. Dieses Verständnis ist später auf Baustellen, in Planungsbüros und bei der Abstimmung komplexer Projekte wichtig.

Aus zwei Gründern wird ein Netzwerk
Die TWS Netz und die Franz Lohr GmbH haben das AZS als gemeinsames Ausbildungsprojekt aufgebaut. Von Beginn an stand das Zentrum auch anderen Unternehmen offen. Dieser Ansatz hat sich bewährt. „Das AZS ist ein Beispiel dafür, wie regionale Zusammenarbeit konkret wirkt. Viele Betriebe profitieren davon, wenn junge Menschen gut vorbereitet in technische Berufe starten“, sagt Nico Brombeis. „Gleichzeitig kann das Angebot dazu beitragen, Fachwissen und Wertschöpfung in der Region zu halten. Viele Fachkräfte sammeln hier früh Praxiserfahrung in regionalen Betrieben.“

Blick nach vorn
Der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften bleibt hoch. Handwerk, Industrie, Energieversorger und kommunale Unternehmen suchen Menschen, die technische Infrastruktur bauen, betreiben und weiterentwickeln können. Das AZS unterstützt deshalb auch künftig Betriebe und macht jungen Menschen technische Berufsfelder zugänglich. Dazu gehören Praxisphasen, Prüfungsvorbereitung und Angebote für Schülerinnen und Schüler. „Wer einmal selbst ein Werkstück bearbeitet oder eine Schaltung aufgebaut hat, bekommt ein anderes Gefühl für Technik“, sagt Helmut Hertle. „Genau solche Erfahrungen können den Ausschlag für eine Ausbildung geben.“

Diese Berufsbilder unterstützt das AZS bei der fachpraktischen Ausbildung:

  • Anlagenmechaniker (m/w/d)
  • Elektroniker für Betriebstechnik (m/w/d)
  • Industriemechaniker (m/w/d)
  • Konstruktionsmechaniker (m/w/d)
  • Maschinen- und Anlagenführer (m/w/d)
  • Mechatroniker (m/w/d)
  • Packmitteltechnologe (m/w/d)
  • Technischer Produktdesigner (m/w/d)
  • Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik (m/w/d)
  • Werkstoffprüfer (m/w/d)
  • Werkzeugmechaniker (m/w/d)
  • Zerspannungsmechaniker (m/w/d)

Duale Studienangebote:

  • Elektrotechnik
  • Maschinenbau
  • Papiertechnik
  • Produktionstechnik
  • Wirtschaftsinformatiker (m/w/d)