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Kultur und Events

Von der Essenz zur Existenz

Alexandra Stanossek spielt beim begleitenden Konzert in der Basilika. Bild: Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die letzte Philosophische Sommerwoche unter Leitung von Dr. Klaus Hälbig thematisiert die Philosophie des 20. Jahrhunderts. Geboten wird auch ein Konzert in der Basilika am Montag, 3. August.

Die Akademie veranstaltet in ihrem Tagungshaus in Weingarten unter Corona-Bedingungen zum letzten Mal
die Philosophische Sommerwoche in der bisherigen Form vom 3. bis 6. August. Thematisiert werden
wegweisende Philosophen des 20. Jahrhunderts. Das traditionell zur Woche gebotene öffentliche Konzert in
der Basilika Weingarten am Montag, 3. August, bringt Werke des 20. und 21. Jahrhunderts zu Gehör.

„Objektivität, Realität und Endlichkeit. Von der Philosophie der Essenz zur Philosophie der Existenz“ lautet der Titel der Sommerwoche der Akademie. Mit ihr endet die von Akademiereferent Dr. Klaus W. Hälbig
(Rottenburg) konzipierte und moderierte Tagungsreihe nach 15 Jahren. Hälbig ist seit 2016 im Ruhestand
und hat die Sommerwoche mit dem Schwerpunkt Religionsphilosophie noch als Akademie-Projekt weiter
geleitet und betreut. Im kommenden Jahr beginnt eine neue Reihe mit dem Schwerpunkt Politische
Philosophie.

Die elf Vorträge in diesem Jahr beschäftigen sich mit den wichtigsten Philosophen der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts, darunter Edmund Husserl, Ernst Cassirer, Max Scheler, Martin Heidegger und Karl Jaspers.
Auch Denker in der katholischen Tradition im Anschluss an Thomas von Aquin kommen zur Sprache, so Josef Pieper, Edith Stein und Romano Guardini. Zu den ReferentInnen gehört die bekannte Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, die in den 1980er Jahren an der Pädagogischen Hochschule Weingarten Philosophie gelehrt hat. Ein Porträt in der Wochenzeitschrift „Die Tagespost“ (Nov. 2019) würdigte sie als „eine der wichtigsten katholischen Stimmen in Europa“.

Beim öffentlichen Konzert in der Basilika St. Martin am Montag, 3. August, um 19:30 Uhr führen die
Nachwuchsmusikerinnen Alexandra Stanossek (Gesang, Viola, Klavier) und Elisabeth Hoffmann (Violoncello,
beide Heidelberg) „Sacred Songs“ des amerikanischen Komponisten Charles Ives (1874–1954) sowie das
Werk „Elohenu“ des deutschen Komponisten Friedrich Gernsheim (1839–1916) auf. Den Auftakt macht
„Frames“, ein für das Konzert geschriebenes Duo für Cello und Klavier/Gesang von Alexandra Stanossek. #

Der Eintritt ist frei; wegen der Corona-Sicherheitsmaßnahmen können zusätzlich zu den 25 Teilnehmern der
Sommerwoche nur noch 95 weitere Zuhörer in der Basilika Platz finden. Besucher des Konzerts werden aus
Corona-Schutzgründen gebeten, eine Visitenkarte oder einen Zettel mit Namen und Telefonnummer
mitzubringen, die am Kircheneingang gesammelt werden, um bei eventuellen Ansteckungen die Teilnehmer
leicht ermitteln zu können. Die Daten werden nach vier Wochen vorschriftsgemäß vernichtet.