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Ravensburg

Über 100 Teilnehmer beim coronakonformen 1. Mai

Bild: DGB

Unter dem Motto „Solidarität ist Zukunft“, gingen am 1. Mai 100 Teilnehmer bei der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbund in Ravensburg auf dem Marienplatz auf die Straße.

Der Hauptredner Hans-Jürgen Kirstein, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdL), ging zunächst auf die Entstehung des 1. Mai, dem Internationalen Tag der Arbeit, im Jahr 1886 ein. Damals wie heute streiten Gewerkschaften für bessere Arbeitsbedingungen und für eine höhere Entlohnung. „Dies ist insbesondere in der Pandemiezeit wichtig, wie wir am Personalabbau oder an dem Versuch die Löhne drücken zu wollen deutlich erkennen können. Wir werden es nicht zulassen, dass Unternehmen die Situation ausnutzen, um Arbeitsbedingungen zu verschlechtern“, so Kirstein. Auch in unserer Region gibt es Arbeitgeber, welche sich der Tarifbindung entziehen wollen. Kirstein forderte die Arbeitgeber auf, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass ein würdevolles Arbeitsumfeld entsteht, das kei-nen Spielraum für negative Entwicklungen zulässt.

Neben der Hauptrede sorgte Werner Langenbacher von der katholischen Betriebsseelsorge, Silke Arnold, Betriebsrätin bei LiLA und der Journalist Wolfram Frommlet für weitere Beiträge.Klaus Balogh sorgte mit seiner Gitarre mit typischen Lieder aus der Arbeiterbewegung für den passenden musikalischen Rahmen.

Manfred Heb, DGB-Kreisvorsitzender bedankte sich bei allen Teilnehmern für ihr Kommen und kündigte schon die nächste Veranstaltung an. So soll kurz vor der Bundestagswahl, so-fern es die Pandemie zulässt, der „Tag der Demokratie“ mit den politischen Parteien in Ravensburg auf dem Marienplatz stattfinden.

Zuvor hatte das 1. Mai Komitee Ravensburg beschlossen, wegen der hohen Inzidenz, den 1. Mai in Ravensburg ausschließlich mit einer Kundgebung im Freien zu begehen. Selbstverständlich trugen alle Teilnehmer eine Mund-Nasen-Maske und achteten auf ausreichend Abstand. Ein Grund für diese Entscheidung war es auch, den Platz keinen rechten Organisationen zu überlassen. „Der 1. Mai gehört den Gewerkschaften mit den Beschäftigten und das wird auch zukünftig so bleiben“, so Jutta Aumüller, stellvertretende Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Ulm-Oberschwaben abschließend.