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Towerstars verpassen Sprung an die Spitze 

Die Ravensburg Towerstars erlebten im Kampf um einen Spitzenplatz der DEL2 ausgerechnet auf eigenem Eis einen Dämpfer. Sie unterlagen dem Tabellenzwölften Bad Tölz mit 3:4.

Die Oberschwaben mussten zwar wie im Vorfeld berichtet auf Robbie Czarnik verzichten, grünes Licht für einen Einsatz gab es allerdings für Sören Sturm. Damit standen Coach Rich Chernomaz sieben Verteidiger und 11 Stürmer in vier Sturmreihen zur Verfügung. Und die gaben von Beginn an Gas und setzten das gegnerische Tor unter Druck. Bereits nach 90 Sekunden schlenzte Daniel Pfaffengut den Puck an den rechten Pfosten.

Allerdings versteckten sich die Gäste aus Bad Tölz keineswegs. Nachdem sie nach ein paar Wechseln den Rhythmus gefunden hatten, kamen auch sie zu durchaus gefährlichen Chancen. Aufpassen mussten die Towerstars vor allem bei den schnellen Gegenstößen, die sich meist durch geblockte Schlagschüsse oder Fehlpässen an der gegnerischen blauen Linie ergaben.

Die fehlende Effektivität im Abschluss tat den Towerstars in der 14. Minute besonders weh, denn da schlug der Puck im eigenen Tor ein. Einen schlampigen Aufbaupass fing Johannes Sedlmayr ab und letztlich schlenzte Niklas Heinzinger die Scheibe aus der Halbdistanz ins rechte Eck. Danach lief bei den Towerstars nicht mehr viel zusammen und sie konnten froh sein, dass es nur mit diesem knappen 0:1 in die erste Pause ging.

Die Towerstars kamen zum zweiten Abschnitt allerdings selbstbewusster aus der Kabine und bereits nach 58 Sekunden gleich Vincenz Mayer den Spielstand aus. Sören Sturm bediente den Kapitän mit einem starken Pass an die blaue Linie, beim nachfolgenden Alleingang verwandelte Vincenz Mayer eiskalt.

Der Treffer tat den Towerstars gut, denn zum einen entwickelte sich nach vorne deutlich mehr Druck, zum anderen war die Defensive in der eigenen Zone stabiler. Diese Verhältnisse machten sich in der 37. Minute auch prompt im Spielstand bemerkbar. Als Ben Meisner einen scharfen Schuss von Jakub Svoboda nur zur Seite abwehren konnte, staubte Robin Just eiskalt zur erstmaligen Führung ab. In den verbleibenden Minuten bis zur zweiten Pause waren die Towerstars drückend überlegen und hätten mit hochkarätigen Chancen den Vorsprung ausbauen können – vielleicht sogar müssen. Beispielsweise in der 39. Minute. Robin Just und David Zucker hatten eigentlich alles richtig gemacht und die komplette Abwehr der Gäste ausgespielt. Das Tor zum 3:1 war weit offen, doch den Puck blockte Löwen Keeper Meisner auf der Linie mit dem Schläger.

Es folgte ein Schlussabschnitt, der von Beginn an ein eher passiv agierendes Towerstars Team zeigte. Zwar rollte der eine oder andere Angriff in Richtung Tölzer Tor, engagierter und bissiger präsentierten sich allerdings die Gäste. Diese waren auch deutlich effektiver in numerischer Überzahl. In der 45. und 48. Minuten mussten Ondrej Pozivil und Daniel Pfaffengut wegen Fouls auf die Strafbank. Beide Powerplaysituationen nutzten die Tölzer Löwen zu Treffern und die Towerstars lagen jetzt mit 2:3 zurück.

Knapp vier Minuten später zeigten die Ravensburger Cracks jedoch eine Reaktion. Endlich wurde ein Angriff wieder mit präzisen Pässen und auch Tempo vorgetragen und Andreas Driendl hielt den Schläger erfolgreich in den Rückpass. Kilian Keller hatte hierzu mit starkem Lauf durch das Löwen Drittel die Vorarbeit geleistet. Jetzt schienen die Towerstars wieder besser im Spiel, der nächste Rückschlag ließ allerdings nicht allzu lange auf sich warten. Knapp viereinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit setzte es für Jakub Svoboda eine 2 plus 10 Minuten Strafe und nur 15 Sekunden nach dem Anspielbully machten die Tölzer Löwen aus ihrer dritten Überzahlsituation prompt den dritten Treffer zum 3:4.

Alle Bemühungen, auch mit der Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers nochmals zum Ausgleich zu kommen, verpufften. Die drei Punkte gingen letztlich nach Bad Tölz, was aufgrund der parallelen Ergebnisse der anderen Teams in der Spitzengruppe umso ärgerlicher war. „Wenn man in einem 60 Minuten Spiel nur ein Drittel lang mitspielt, kann man nicht gewinnen“, sagte ein enttäuschter Towerstars Trainer Rich Chernomaz nach dem Spiel.
0:1 13:36  Niklas Heinzinger (Johannes Sedlmayr) 1:1 20:58 Vincenz Mayer (Sören Sturm) 2:1 36:24 Robin Just (Jakub Svoboda) 2:2 45:19 Johannes Sedlmayr (Casey Borer , Jordan Hickmott, 5:4) 2:3 49:00 Lubor Dibelka (Stephen MacAulay , Kevin Wehrs, 5:4) 3:3 53:43 Andreas Driendl ( Mathieu Pompei , Kilian Keller) 3:4 55:37 Lubor Dibelka (Andreas Pauli ,Kevin Wehrs, 5:4) Strafminuten: Ravensburg 6 plus 10 Disz Svoboda, Bad Tölz 8. Zuschauer: 2747
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