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Towerstars unterliegen knapp dem EV Landshut – Jetzt Spiel um Platz 3

Der neue Coach Tim Kehler sah einen soliden ersten Auftritt seines Teams, auch wenn die Gegentreffer etwas zu einfach fielen. Bild: F.Enderle
Die Ravensburg Towerstars mussten sich beim ersten Auftritt der neuen Saison im Rahmen des “Landshuter Brauhaus Cup” dem EV Landshut knapp mit 3:4 geschlagen geben und spielen nun am Sonntag um Platz 3. Das Team von Tim Kehler bot trotz Niederlage eine solide Partie und führte bereits mit 3:1, ehe ein Doppelschlag die Gastgeber ins Spiel zurückholte.

Zum ersten Testspiel der Vorbereitung trafen die Towerstars im Hinspiel des „Landshuter Brauhaus Cup“ auf den Gastgeber und DEL2 Konkurrenten EV Landshut. Nicht in der Aufstellung stand Sam Herr, der in der vorletzten Eiszeit des Trainingslagers in Latsch leichte muskuläre Probleme verspürte. Ohnehin konnten nur 20 Feldspieler und 2 Torhüter zum Einsatz kommen. Vermisst wurden auch Fans aus Ravensburg und Oberschwaben, die ihr Team beim ersten Auftritt der neuen Saison gerne gesehen und unterstützt hätten. Aufgrund einer behördlichen Anordnung der Landshuter Polizei waren diese aber generell vom Eintritt ausgeschlossen.

Die Oberschwaben hatten einen druckvollen Start ins Spiel. Mit effektivem Vorchecking und schnellen Pässen verschafften sie sich in der ersten Minute viel Präsenz in der gegnerischen Zone, vielversprechende Einschussmöglichkeiten blieben zunächst aber noch aus. Das änderte sich nach knapp drei Minuten, als Nick Latta im Slot freigespielt wurde, EVL-Torhüter Sebastian Vogl den Puck jedoch am linken Pfosten vorbei lenkte. Knapp eine dreiviertel Minute später mussten die Oberschwaben allerdings den ersten Gegentreffer schlucken. Ein Puck blieb in der verwaisten Ravensburger Verteidigungszone förmlich liegen, Brett Cameron schaltete blitzschnell, umspielte den herausstürmenden Jonas Langmann und schob zum 1:0 für Landshut ein.

Die Antwort der Towerstars folgte aber auf dem Fuß. Ganz 92 Sekunden später hämmerte Robbie Czarnik das Spielgerät zum 1:1 in die Maschen. Zuvor hatten sich die Oberschwaben im Landshuter Drittel in Powerplay-Manier festgesetzt. Die Zuschauer in der Fanatec Arena sahen danach ein abwechslungsreiches Spiel, das bis zur ersten Pause ohne weitere Treffer blieb. Den Gastgebern konnte bei den klaren Chancen aber ein Plus zugeschrieben werden. Unter anderem hatte Jonas Langmann gleich zwei frei stehende Landshuter Stürmer vor sich.

Auch zum zweiten Spieldrittel kamen die Gastgeber druckvoll aus der Kabine, die Towerstars sahen in den ersten Minuten verstärkt gegnerischen Angriffen gegenüber. Ab der 26. Minute drehten die Towerstars allerdings den Spieß um. Tsyson McLellan musste wegen Spielverzögerung auf die Strafbank, nur 17 Sekunden später drückte Fabian Dietz die Scheibe zum 1:2 über die Linie. In der 32. Minute bugsierte Nick Latta den Puck zum 1:3 über die Linie. Just in diesem Zeitpunkt hatte Landshut nach einer weiteren Strafzeit wieder alle Spieler auf dem Eis.

Sah es zu diesem Zeitpunkt danach aus, als konnten die Towerstars das Spiel zu ihren Gunsten kontrollieren, sorgte ausgerechnet ein Ex-Ravensburger Stürmer für das Landshuter Comeback. David Zucker zog auf halblinker Position nach einer kurzen Phase der Verwirrung aus der Drehung ab und erwischte den ab der 30. Minute eingewechselten Jonas Stettmer im kurzen Eck zum 2:3. Nur 79 Sekunden später glich Samir Kharboutli gar zum 3:3 aus. Vorausgegangen war ein Puckverlust in der neutralen Zone, der zu einem Alleingang führte. Dabei blieb es bis zur zweiten Pause, für den Schlussabschnitt war also Hochspannung angesagt.

In diesen starteten die Oberschwaben allerdings nicht optimal. Robbie Czarnik ging zu rustikal in einen Zweikampf an der Bande und kassierte dafür prompt zwei Strafminuten. Zwar wurde das gegnerische Powerplay schadlos überstanden, dafür setzte es den Gegentreffer zwei Minuten später. Eine eigene Überzahl war gerade zu Ende gegangen, die Abstimmung vor und hinter dem eigenen Tor formierte sich zu spät und Jakob Mayenschein lenkte den Puck zum 4:3 um den rechten Pfosten.

Noch hatten die Oberschwaben über 13 Minuten Zeit für den Ausgleich und prompt konnten sie wieder Druck aufbauen. Hochkarätige Chancen blieben allerdings aus und so zog zwei Minuten vor Ende Coach Tim Kehler die letzte Option und holte den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspieler vom Eis. Doch es reichte nicht mehr, es blieb jedoch beim knappen Sieg für Landshut.

Die Towerstars treffen nun am Sonntag um 14.30 Uhr im Spiel um Platz 3 auf den ICEHL-Vertreter Olimpija Ljubljana, der am Nachmittag den Augsburger Panthern mit Ex-Towerstars Trainer Peter Russell mit 2:5 unterlag. Die Partie wird live beim Streamanbieter SpradeTV unter www.sprade.tv übertragen.