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Weingarten

Schul- und Kita-Start unter Pandemiebedingungen

Symbolbild: MEK

Vor wenigen Tagen hat der Bundestag die Verlängerung der epidemischen Lage beschlossen und auch die steigenden Inzidenzen in der Region sprechen eine deutliche Sprache. Unter diesen Eindrücken bereitet sich die Stadtverwaltung Weingarten auf den Start des neuen Schul- und Kindergartenjahrs vor.

Wesentliches Element der angepassten Corona-Strategie sind regelmäßige PCR-Pool-Tests (sog. „Lolli“-Tests) in Kitas und Schulen. Regelungen für die Kitas in Weingarten: Da die meisten  Betreuungseinrichtungen in das neue Kindergartenjahr gestartet sind, bietet die Stadt bereits ab der kommenden Woche (6. September) dort wieder Corona-Tests auf freiwilliger Basis in Form der sog. „Lolli-Pool-Tests“ an. Die im Vergleich zu den üblichen Antigen-Schnelltests wesentlich verlässlicher und früher anschlagenden PCR-Tests werden vom Land und den Kommunalverbänden zwischenzeitlich zur Anwendung in Schulen und Kitas empfohlen. Schon bei der verpflichtenden Einführung auf dem Höhepunkt der dritten
Welle im Frühjahr hatten die Betreuungseinrichtungen gute Erfahrungen mit dieser auch für Kleinkinder  einfach zu handhabenden und verlässlichen PCR-Testform gemacht.

Anstelle des sonst obligatorischen „Nasenbohrens“ genügt hier ein Lutschen am „Lolli-Stäbchen“, das dann als „Pool“ mit maximal 17 Teststäbchen zum PCR-Test an das beauftragte Labor übergeben wird. Pro Pool können maximal 17 Kinder getestet werden. Im Falle eines positiven Befundes werden die betroffenen Familien aufgefordert, für ihr Kind umgehend eine Einzeltestung – idealerweise als PCR-Test – durchführen zu lassen. Negativ getestete Kinder können die Einrichtung in der Regel unmittelbar nach Vorlage der Testbescheinigung wieder besuchen. Da die Testung in den Kitas nur bei einer möglichst hohen Teilnahmequote wirksamen Schutz entfalten kann, bittet die Stadtverwaltung alle Erziehungsberechtigten eindringlich, das für die Kinder völlig unproblematische Testangebot anzunehmen und die von den Kindergartenträgern zugeschickte Einwilligungserklärung möglichst rasch unterzeichnet an die Einrichtung zurückzugeben.

Auch wenn von allen Experten neben dem Testen das regelmäßige Lüften weiterhin als wirksamster Schutz vor Corona-Ansteckungen in Innenräumen gesehen wird, wird die Stadtverwaltung alle 17 Betreuungseinrichtungen in Weingarten kurzfristig mit CO2-Messgeräten ausstatten. Anhand dieser „CO2-Ampeln“ soll es dem Personal künftig besser möglich sein, rechtzeitige und ausreichende Lüftungsintervalle in den einzelnen Gruppenräumen zu gewährleisten.

Für Gruppen- und Aufenthaltsräume, die über keine natürlichen oder technischen Lüftungsmöglichkeiten verfügen, prüft die Stadt in Abstimmung mit den Kita-Trägern im Einzelfall auch die Anschaffung mobiler Luftreinigungsgeräte. Grundsätzlich hält die Stadt jedoch an der Einschätzung von Experten fest, dass ein Einsatz dieser Geräte in gut lüftbaren Räumen nicht erforderlich ist.

Regelungen für die Schulen in Weingarten:
Auch bei den Schulen setzt das Land zum Schulstart ab dem 13. September weiterhin auf regelmäßige, im Gegensatz zu den Kitas verpflichtende Corona-Tests. Nach der neuen Corona-Verordnung Schule davon ausgenommen sind bereits immunisierte Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer. Für sie hält das Land dennoch bis voraussichtlich 26. September weiterhin ein Testangebot auf freiwilliger Basis aufrecht. Während die Stadtverwaltung in den Schulen zunächst noch die vom Land bereitgestellten nasalen Antigen-Schnelltests einsetzt, ist seitens der Stadt im Oktober auch hier eine Umstellung auf die verlässlicheren PCR-Pool-Tests vorgesehen. Der Abstimmungsprozess mit den Schulleitungen soll zum Schuljahresstart abgeschlossen sein. Eine Umstellung ist ab dem 4. Oktober geplant. Im Falle eines Positiv-Befundes schreiben die Corona-Regeln des Landes neben einer 14-tägigen Quarantäne für den Erkrankten für die betroffene Klasse oder Gruppe eine lückenlose Testung an fünf aufeinanderfolgenden Tagen vor. Der Schulbesuch ist für die Mitschülerinnen und Mitschüler im Falle von negativen Testbefunden grundsätzlich weiterhin möglich.

Über CO2-Messgeräte verfügen die städtischen Schulen bereits seit der zweiten Welle im Mai. Auch für die Schulen sollen im Einzelfall bei nicht lüftbaren Aufenthaltsräumen sofern nötig mobile Luftreinigungsgeräte zum Einsatz kommen. Die Stadt hofft, durch die getroffenen Maßnahmen trotz steigender Inzidenzen künftige Auswirkungen auf Betreuung und Unterricht so gering wie möglich zu halten.

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