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Region erhält einen Innenstadtberater

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut übergibt den Förderbescheid für den regionalen Innenstadtberater an Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm. Bild: Franziska Kraufmann  

Zur Stärkung der Innenstädte als Standorte des stationären Einzelhandels hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ein Förderprogramm für sogenannte Innenstadtberater ins Leben gerufen. Unter Federführung der IHK Ulm haben die IHKs Bodensee-Oberschwaben und Ulm einen Antrag für die Gesamtregion zwischen Alb und Bodensee gestellt, der nun bis Ende 2022 bewilligt wurde. Die IHKs arbeiten bei diesem Projekt eng mit den beiden Regionalverbänden Bodensee-Oberschwaben und Donau-Iller zusammen.

„Corona hat großen Teilen des Einzelhandels und der Gastronomie schwer zugesetzt. Aber schon vor der Pandemie litten insbesondere die Innenstädte vieler kleinerer Kommunen an Frequenzrückgang und Bedeutungsverlust. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Wir freuen uns daher sehr, dass mit dem Förderprogramm des Landes eine Hilfe geschaffen wurde, um diese Dinge anzugehen. Wir sehen in lebendigen und schönen Innenstädten auch in Zukunft einen bedeutsamen Standortfaktor“, sagt Max-Martin W. Deinhard, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm. „Mit Josef Röll wird ganz bewusst unser langjähriger Handelsexperte selbst die Aufgabe des Innenstadtberaters übernehmen. Auf diese Weise wird ein umgehender Projektstart und ein bestmöglicher Projektverlauf gewährleistet“, betont er.

Die Aufgabe der Innenstadtberater ist es, Ansprechpartner für die Kommunen und alle Innenstadtakteure vor Ort zu sein und diese dabei zu unterstützen, den Einzelhandel und die Attraktivität der Innenstädte zu stärken und zu sichern. Im Fokus stehen dabei Kommunen mit 10.000 bis 50.000 Einwohnern. Zwischen Alb und Bodensee gibt es 24 Kommunen in dieser Größe.

„Die Herausforderungen, vor denen die Kommunen bezüglich ihrer Innenstadtentwicklung stehen, sind meist sehr unterschiedlich. Daher sollen zunächst bewusst Städte mit verschiedenen Aufgabenstellungen angesprochen und im Rahmen eines sogenannten Innenstadtchecks tiefergehend untersucht werden. Die so ermittelten Herausforderungen und Maßnahmen können im nächsten Schritt dann als Best-Practice-Beispiele für andere Städte genutzt werden. Interessierte Städte und Gewerbevereine können sich gerne schon jetzt an die IHKs wenden“, erläutert Anje Gering, Hauptgeschäftsführerin der IHK Bodensee-Oberschwaben, das geplante Vorgehen.

Da neben Handelskennzahlen, Leerständen oder dem Digitalisierungsgrad auch städtebauliche und planerische Elemente bei der Weiterentwicklung der Innenstädte eine wesentliche Rolle spielen, sind neben den beiden IHKs auch die beiden Regionalverbände Projektpartner. „Wir bringen unser planerisches Know-how sehr gerne in das Vorhaben ein und freuen uns auf eine Intensivierung der ohnehin sehr guten Zusammenarbeit mit den IHKs im Bereich der Einzelhandelsentwicklung. Natürlich stehen wir den Kommunen sowie unseren Mitgliedern sehr gerne auch direkt als Ansprechpartner zur Verfügung“, äußern sich Wilfried Franke, Verbandsdirektor des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben, und Markus Riethe, Verbandsdirektor des Regionalverbands Donau-Iller.