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Ravensburg

Impfteam im Berufsbildungswerk Adolf Aich

Die Schlangen zur Zweitimpfung waren groß. Immerhin mussten erneut über 600 Menschen im BBW geimpft werden. Bild: Stiftung Liebenau

Das Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) in Ravensburg, das zur Stiftung Liebenau gehört, machte der gesamten Belegschaft und allen interessierten Auszubildenden und Teilnehmer/innen das Angebot zur Impfung gegen COVID-19. Insgesamt erhielten an drei Erstimpfungsterminen Anfang Mai bereits 619 Personen den Piks in den Oberarm.

An diesen Erfolg wollte das BBW nun anknüpfen. Die Impfstraße in der Turnhalle des Berufsbildungswerks war erneut voll ausgelastet, der Haupttermin zur zweiten Impfung für den heutigen Freitag angesetzt. Das Impfteam aus Ulm hatte dafür die Impfstoffe BioNTech und Moderna im Gepäck.

Die Bemühungen, ein Impfteam nach Ravensburg ins BBW zu holen, waren beschwerlich. Umso glücklicher sind die Verantwortlichen, dass es der gesamten Belegschaft sowie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Impfangebot machen konnte. Geschäftsführer Christian Braun war es von Anfang an ein Anliegen, allen ein Angebot zur freiwilligen Impfung aussprechen zu können. Nach langen Monaten der Heimlernphase ist die Präsenz vor Ort dringend nötig. „Wir haben viele praktische, handwerkliche Ausbildungsberufe. Da kann viel Wissen nur vor Ort, zum Beispiel in der Werkstatt, erfolgreich übermittelt werden“, äußert sich Braun in Bezug auf den Bildungsauftrag des Unternehmens. Mit der Impfung erhöht sich nun die Wahrscheinlichkeit, diese wichtige Präsenz aufrechterhalten zu können. Zudem sind durch die psychischen Belastungen, die die Pandemie für junge Menschen bedeutet, die Abbruchzahlen gestiegen. „Es gibt leider Jugendliche, die wir durch den fehlenden persönlichen Kontakt in den Homeschooling-Phasen verloren haben“, ergänzt Braun. Der Impfschutz soll dazu beitragen, diesen Trend zu stoppen und den Auszubildenden wieder Bildung, Unterstützung und Teilhabe zu ermöglichen.

Nicht zu unterschätzen war die Organisation zur Abwicklung der Impfaktion, berichten Angela Rampf, Irina Neher und Petra Loßbrand, die sich unternehmensintern mit der Durchführung befasst haben. Es mussten Einverständniserklärungen eingeholt, Termine vergeben, Listen geführt und Nachrücker gesucht werden. Die Verteilung des Impfstoffs war ebenfalls teilweise schwierig. „Unter-18-Jährige dürfen nur mit BioNTech geimpft werde“, klärt Neher auf. Insgesamt ist das Team „völlig zufrieden mit der guten Abwicklung. Die Menschen sind einfach sehr dankbar, diese Chance bei uns zu bekommen. Das ist schon ein tolles Gefühl, hier einen Beitrag leisten zu können“.