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IHK: Hemmnisse nicht genügend im Blick 

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Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) setzt das neue Industriestrategiepapier der Bundesregierung wichtige Impulse für die Industriebranche, geht aber an mancher Stelle nicht weit genug. Die Industriebranche ist eine der Schlüsselbranchen der Region Bodensee-Oberschwaben. „Zwei von fünf sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind hier im produzierenden Gewerbe tätig. Die Industrie trägt den Löwenanteil der regionalen Investitionen in Forschung und Entwicklung. Sie ist und bleibt die Grundlage für die Sicherung von Beschäftigung und Wohlstand in unserer Region“, fasst Professor Dr.-Ing. Peter Jany,
Hauptgeschäftsführer der IHK Bodensee-Oberschwaben, die Bedeutung der Industrie zusammen und ergänzt: „Mit der Nationalen Industriestrategie wird richtigerweise festgestellt, dass kleinteilige Maßnahmen nicht ausreichen, um die derzeitige Wettbewerbsfähigkeit in einem globalen Umfeld zu sichern. Daher begrüßen wir insbesondere das Ziel, die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Europas insgesamt zu stärken. Nationale Alleingänge wären angesichts der Größe und Marktmacht von Playern wie den USA oder China aussichtslos.“

Die IHK Bodensee-Oberschwaben vermisst in der aktuellen Industriestrategie jedoch eine ganze Reihe wichtiger Aspekte: „Bei uns herrscht de facto Vollbeschäftigung, der Umsatzanteil neuer Produkte bei kleinen und mittleren Unternehmen ist der höchste in ganz Baden-Württemberg. Wir haben hier also eine Situation, von der andere Regionen nur träumen. Gleichzeitig stehen wir aber vor ganz anderen Herausforderungen und hier treten auch die Defizite des Strategiepapiers zu Tage“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer. Laut IHK könnten beispielsweise neue digitale Geschäftsmodelle oder Plattformen, Datenmodelle und -standards teilweise gar nicht realisiert werden. „Gründe dafür sind insbesondere eine mangelnde Infrastruktur, Fachkräfteengpässe und zu hohe bürokratische Belastungen. Auch die fehlende steuerliche Forschungsförderung bremst viele regionale Unternehmen aus.“

Aus diesem Grund müsse laut IHK eine gelungene Industriestrategie über den jetzigen Entwurf hinausgehen. „Wenn die Nationale Industriestrategie auf eine Stärkung der Innovationskraft abzielt, muss sie auch die derzeit größten Innovationshemmnisse adressieren. Für die regionalen Unternehmen sind dies insbesondere Bürokratie, Steuern und Abgaben, fehlendes Fachpersonal und eine unzureichende Breitbandanbindung. Wir brauchen schnelle und pragmatische Verbesserungen der Rahmenbedingungen, damit die Betriebe wieder mehr Ressourcen und Freiräume für Innovation erhalten“, so die Forderung Janys.

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