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Schussental

Die Geoscopia Rohstoffexpedition macht Schule

Klasse 10a des Studienkollegs St. Johann Blönried mit dem Geoscopia-Umweltpädagogen Michael Geisler und der GMSKlimamanagerin Barbara Gruber. Bild: GMS

Wie lässt sich Ressourcenverbrauch stoppen und nachhaltiger Konsum im Alltag umsetzen? Darüber  diskutierte Michael Geisler, Klimaschutzexperte vom Umweltbildungsteam Geoscopia, mit Schülerinnen und Schülern aus dem Landkreis Ravensburg und dem Bodenseekreis. Initiiert wurde das Umweltbildungsprojekt  von der Klimaschutzmanagerin des Gemeindeverbandes Mittleres Schussental  Barbara Gruber sowie der Klimaschutzmanagerin des Bodenseekreises Dorothea Hose-Groeneveld.

Wasser, Erdöl, Holz und viele weitere natürliche Ressourcen sind erforderlich, um zahlreiche Produkte des  alltäglichen Konsums zu erstellen: von der Plastiktüte bis zum Smartphone. Obwohl das Vorkommen und  auch die Erneuerbarkeit der Ressourcen begrenzt sind, steigt der Verbrauch von Jahr zu Jahr. Was bedeutet  das für die Umwelt? Während der 90-minütigen interaktiven Expeditionen nahm der Klimapädagoge Michael Geisler von der Geoscopia-Umweltbildung SchülerInnen der Klassen 6-10 mit auf eine Reise durch die Welt.

Anhand von aktuellen Satellitenbildern unserer Erde wurden Wirkungen unseres Konsumverhaltens anschaulich dargestellt. In Deutschland werden jedes Jahr 24 Millionen neue Smartphones verkauft. Für diese Menge an Neugeräten werden 720 Kilogramm Gold, 264 Kilogramm Palladium, 7,3 Tonnen Silber, 396  Tonnen Kupfer und 1531 Tonnen Kunststoff benötigt. Tatsächlich werden für ein Smartphone mehr als 60 verschiedene Stoffe aus aller Welt verarbeitet. Um an die Rohstoffe zu kommen, werden großflächig  Regenwälder und Natur zerstört, Maschinen graben riesige Krater; Chemikalien verseuchen Böden und  Flüsse, Menschen verlieren ihre Heimat. Dazu kommt, dass für die lebensgefährliche Arbeit in den Minen oft  Kinder eingesetzt werden. Michael Geisler betonte, dass jedes Smartphone ein Wertgegenstand und kein  Abfall ist, auch wenn es nicht mehr funktioniert. Daher bat er die Schülerinnen und Schüler eindringlich, alte oder defekte Geräte konsequent zu sammeln, damit sie recycelt werden können.

Anhand von Bildern sensibilisierte der Umweltpädagoge außerdem für das Thema „Plastikmüll“. Insbesondere die Folgen der Plastikmüllflut für unsere Ozeane sind fatal. Eine Plastiktüte braucht 20 Jahre,  eine Plastikflasche sogar 450 Jahre, um sich aufzulösen. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen: Vögel, Fische und Robben verletzen sich am Plastik oder verwechseln es mit Nahrung, viele verenden daran. Im direkten  Dialog mit den Schülerinnen und Schülern wurde das eigene Konsumverhalten reflektiert und  Handlungsoptionen erarbeitet.

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