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Towerstars holen sich DEL2-Tabellenführung wieder zurück

Das 3:0 durch Andreas Driendl war schon so etwas wie eine Vorentscheidung - und dies schon im zweiten Abschnitt. Bild: Kim Enderle

Mit einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten 5:1 Heimerfolg über die Eispiraten Crimmitschau konnten sich die Ravensburg Towerstars die DEL2-Tabellenführung zurückerobern. Wieder einmal zeigten die Oberschwaben mit mannschaftlicher Geschlossenheit und aggressivem Zweikampfverhalten dem Gegner die Grenzen auf.

In den ersten zehn Minuten war die Partie noch recht taktisch geprägt. Die Towerstars hatten zwar mit hohem Tempo von Beginn an die Initiative übernommen, die Gäste aus Westsachsen standen aber sehr kompakt an der eigenen blauen Linie. Hochkarätige Torchancen der Towerstars blieben zunächst aus. Noch weniger zu tun hatte Jonas Langmann im Ravensburger Tor. Mit effektiver Defensivarbeit stoppten die Oberschwaben die wenigen Angriffe der Eispiraten meist schon an der Mittellinie.

Die Ravensburger Führung in der 11. Minute war nicht nur hochverdient und längst überfällig, sondern auch ein freundliches Gastgeschenk. Den vermeintlichen Aufbaupass traf Eispiraten Stürmer Willy Rudert nicht richtig und die Scheibe blieb nach wenigen Metern fast liegen, David Zucker bedankte sich und schob den Puck nach freier Bahn zum Gäste-Tor trocken durch die Schoner von Christian Schneider.

Nach dem 1:0 Führungstreffer waren die Towerstars noch mehr am Drücker als zuvor. Crimmitschau stand passiv in der eigenen Zone und war sowohl in den Zweikämpfen, als auch in der Abstimmung stets einen Schritt hinter den Towerstars. In der 15. Minute unterstrich dies erneut David Zucker. Einen harten Pass von Vincenz Mayer an den linken Pfosten lenkte der erfahrene Stürmer unhaltbar mit der Schlägerkelle ins rechte Kreuzeck. 22 Sekunden vor der ersten Pause warteten die Gäste mit ihrem einzigen wirklich gefährlichen Angriff des ersten Spielabschnitts auf, Jonas Langmann im Ravensburger Tor war aber auf dem Posten.

Im zweiten Abschnitt änderte sich das Spiel in keinster Weise. Die Towerstars waren in allen Belangen überlegen, spielten die Scheibe schnell durch alle Spielfeldzonen und drängten den Gegner zu Fehlern. Gerade einmal 78 Sekunden waren gespielt, da bestrafte der an der blauen Linie komplett vergessene Andreas Driendl die Crimmitschauer Hintermannschaft mit dem 3:0. Es war der erste Treffer für den Stürmer, der erst vor zwei Wochen nach unfreiwillig verlängerter Sommerpause in die Saison einsteigen konnte.

Der dritte Gegentreffer und nicht zuletzt der zermürbende Spielstand setzte den Gästen sichtlich zu, die Towerstars spielten hingegen unbeirrt und konsequent ihr Spiel. Dass zwei Überzahlspiele in der 23.- und 32. Minute nicht genutzt werden konnten und in der 33. Minute der rechte Pfosten das 4:0 verhinderte, ließ Sam Herr vier Minuten vor der zweiten Pause vergessen. Ein 2 gegen 1 Break vollendete der Ravensburger Goldhelm sicher zum 4:0. Damit war die sprichwörtliche Messe gelesen.

Im Schlussabschnitt zeigten die Gäste zwar noch ein Aufbäumen gegen die Niederlage, doch die zuvor vor der eigenen Tor selten geforderte Towerstars Defensive kämpfte konsequent dagegen. Allzu lange dauerte die Gäste-Druckphase allerdings nicht und die Gastgeber gaben wieder den Ton an. Hochkarätige Möglichkeiten, aber auch aufopferungsvolles Defensivverhalten der Oberschwaben sorgten immer wieder für Szenenapplaus von den Rängen. Noch bessere Stimmung kam dann auf, als die Niederlage der Löwen Frankfurt in Bad Tölz bekannt wurde und fortan „Spitzenreiter Spitzenreiter, Hey, Hey Sprechchöre“ durch die CHG Arena schallten. Die beiden Treffer in der 58. Minute zum 5:0 und 5:1 Ehrentreffer der Eispiraten waren am Ende nur noch eine statistische Ergänzung.

„Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Jungs. Sie arbeiten hart mit und ohne Puck und das macht es für jeden Gegner sehr schwer, gegen uns zu spielen“, sagte ein hochzufriedener Towerstars Coach Peter Russell.

Bis zum zweiten Weihnachtstag können die Ravensburger Cracks etwas durchschnaufen, ehe es am Sonntag um 18.30 Uhr gegen die Heilbronner Falken geht.

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