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Testkäufe liefern Grund zur Sorge 

Weingarten
Vor kurzem hat die Stadt zusammen mit der Polizei Alkohol- und Zigarettentestkäufe im Stadtgebiet durchgeführt. Bereits zum neunten Mal wurde hierfür eine minderjährige Testkäuferin losgeschickt, die mit teils erschreckenden Ergebnissen zurückkam.

„Bei den diesjährigen Testkäufen ist die Anzahl der Verstöße mit 12 Verkäufen bei insgesamt 21 getesteten Verkaufsstellen sehr hoch ausgefallen“, resümiert Kai Ginser, Leiter der städtischen Abteilung Bürgerservice und Ordnungswesen, die Aktion. Obwohl die Betriebe circa einen Monat vor den Testkäufen in einem Anschreiben auf den Jugendschutz hingewiesen wurden, lag die diesjährige Verstoßquote bei 57 Prozent (diese wurde nur bei den ersten Testkäufen im Jahr 2013 mit damals 62 Prozent übertroffen). Bei den letzten Kontrollen 2018 lag die Quote noch bei 17 Prozent.

Was ebenfalls auffiel: Verkäufe fanden auch teilweise nach dem Zeigen und Begutachten des Personalausweises statt und Verkaufspersonal, das bereits bei vergangenen Testkäufen Alkohol oder Tabak an Minderjährige ausgegeben hatte, wurde erneut auffällig. „Glücklicherweise gibt es aber auch vorbildliche Verkaufsstellen, die bisher jede Kontrolle bestehen konnten oder zumindest nach einmaligem Verstoß nicht erneut auffällig wurden“, sagt Ginser und verweist auf die vielseitigen Schulungsinitiativen seitens des Jugendschutzes, die den Verkaufsstellen die Überprüfung erleichtern sollen. (Nähere Informationen unter www.schu-ju.de.)

Da die Erfahrung zeigt, dass der Erfolg der Testkäufe mitunter von deren Regelmäßigkeit abhängt, sollen auch künftig Testkäufe in Weingarten durchgeführt werden.

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