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Bürgerreise nach Mollet del Vallès: Europa ist unsere Familie 

Abwechslungsreich, herzlich, überwältigend: Mit diesen Begriffen haben die Teilnehmenden die erste Bürgerreise des Ravensburger Städtepartnerschaftsvereins nach Mollet del Vallès bezeichnet. Arbeitskreisleiter Manfred Büchele hatte ein interessantes Programm mit dem spanischen Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Mollet, Albert Garcia Macan ausgearbeitet. Höhepunkte waren Ausflüge in die Umgebung, nach Barcelona, zum Wallfahrtsort Montserrat und der Empfang bei Bürgermeister Josep Monras y Galindo.

Nehmt das als wichtige Erinnerung mit: Das ist eure Stadt, in Mollet del Vallès habt ihr Freunde – egal, ob ich in zehn Jahren noch Bürgermeister bin oder nicht.“ Ein sehr herzliches Wiedersehen feierte Mollets Bürgermeister Josep Monras y Galindo mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins Heike Engelhardt und Arbeitskreisleiter Manfred Büchele, die er als „meine Familie“ willkommen hieß. „Europa ist unsere Familie“ hieße es denn auch übereinstimmend beim Empfang der Reisegruppe aus Oberschwaben.

Zahlreiche herzliche Begegnungen kennzeichneten die Reise. Von Molleter Seite begleiteten stets Mitarbeitende der Stadtverwaltung, die stellvertretende Bürgermeisterin oder Gemeinderäte die Gäste. Dabei wurden weitere Anknüpfungspunkte gesucht und gefunden. Beim Spaziergang im Landschaftsschutzgebiet Gallecs interessierten sie sich besonders für Projekt für junge Frauen. Das Stadtparlament hat Gelder dafür freigegeben, damit diese Frauen in ihrer Stadt bleiben, hier Geld verdienen, ihre Familie und Kinder ernähren und im Landschaftsschutzgebiet ökologisch nachhaltig arbeiten können.

Auf Gaudís Spuren wandelten die Ravensburger in Barcelona, bewunderten die berühmte Kirche Sagrada Familia, den Erholung- und Aussichtspark Güell, das gotische Viertel mit der Kathedrale und natürlich den Markt sowie die berühmte Rambla. Eine solche hat übrigens auch Mollet del Vallès, ebenso wie viele andere Städte. Der Begriff bezeichnet einfach einen verdolten Bach, erklärte Albert Garcia. Städtebaulich werden die Ramblas als breite Fußgängerzonen angelegt, was die Oberschwaben sehr beeindruckte.

Wie überhaupt großzügige Plätze den Gästen aus Deutschland auffielen. In Mollet del Vallès dienen sie nicht zuletzt als Treffpunkte der Familien unterschiedlicher sozialer Schichten aus den verschiedenen Vierteln. Integration und Ansiedlung früher von Personen aus dem Süden Spaniens wie heute aus Afrika, ist hier gut gelungen. Bürgerschaftliches Engagement verhinderte, dass aus Mollet keine reine Satellitenstadt von Barcelona wurde, wie es das Franco-Regime geplant hatte. Mollet bemüht sich um gemäßigtes, gedrosseltes Wachstum. 50 Prozent der Gemarkungsfläche wurden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt, eine Produktions- und Vermarktungsgenossenschaft aus sechs umliegenden Gemeinden gegründet.

Ein Ausflug mit Wandermöglichkeiten in den Bergen um den Wallfahrtsort Montserrat, die Kirche der schwarzen Madonna, und ein Besuch der Cava-Kellerei Codorniú rundeten die Bürgerreise ab. Vier Stockwerke tief unter der Erde reifen dort die edlen Tropfen.

Wir stehen für unser Europa“, waren sich die Reisenden mit ihren Gastgebern einig. Am 26. Mai haben sie in Ravensburg wie in Mollet del Vallès Gelegenheit, dies zu zeigen. Auch in Mollet steht am letzten Sonntag im Mai nicht nur europaparlament zur Wahl. Auch Bürgermeister Josep Monras y Galindo, der die Herzen der Ravensburger im Sturm erobert hatte, bewirbt sich um eine weitere Amtszeit. Augenzwinkernd verabschiedeten sich die Gäste aus dem Schussental: „Schade, dass wir ihn nicht wählen können.“

Ravensburg ist den Städten Montélimar in Frankreich, Rivoli in Italien, Varaždin in Kroatien, Rhondda Cynon Taff in Wales, Mollet del Vallès in Spanien sowie Coswig in Sachsen partnerschaftlich verbunden. Über den Gemeindeverband Mittleres Schussental besteht darüber hinaus eine Partnerschaft mit Brest in der Republik Belarus.

 

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