Die Artpraxis, das Gasthaus und die Bäckerei geschlossen. Die Jungen leben im Neubaugebiet oder ziehen weg, die alten Häuser an der Hauptstraße unbewohnt, der einzige Bauernhof liegt weit draußen. So oder so ähnlich lässt sich die Gegenwart in vielen Dörfern Südwestdeutschlands bündeln.
Mit dem ländlichen Wandel in der jüngeren Vergangenheit beschäftigt sich Professor Dr. Andreas Sommer von der Pädagogischen Hochschule Weingarten in seiner Antrittsvorlesung im Rahmen des Forums Regionalität am Mittwoch, 10. Juni.
Dabei geht er vor allem der Frage nach, wie dieser Wandel geschichtswissenschaftlich beforscht und erzählt werden kann. Arnold Stadler, Tommie Goerz, Dörte Hanse und viele andere haben sich mit der Transformation ihrer Dörfer literarisch auseinandergesetzt. Der Vortrag nähert sich ländlichem Wandel aus interdisziplinären Perspektiven und stellt auch die Frage, ob im Bereich der Literatur Anleihen für die Geschichtswissenschaft zu finden sein könnten.
Das Forum Regionalität beginnt um 18 Uhr im Festsaal im Schlossbau der PH. Der Eintritt ist frei. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen.


