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Towerstars in Kaufbeuren nicht spritzig genug

Bild: F.Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben ihr Testspiel beim ESV Kaufbeuren mit 3:5 verloren. Ausschlaggebend war ein zu träges Startdrittel und zu viele Strafzeiten. Drei der fünf Gegentreffer fielen in numerischer Unterzahl.

Trainer Rich Chernomaz musste beim Gastspiel in Kaufbeuren, das aufgrund der hohen Corona-Infektionszahlen ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, neben Robin Just auch auf Daniel Stiefenhofer verzichten. Bei dem Verteidiger wurde aufgrund einer Oberkörperverletzung eine Pause verordnet. Nicht in der Aufstellung standen auch Sebastian Hon und Tim Sezemsky, da sie am Samstagabend für Lindau im Spiel gegen Deggendorf auflaufen.

Beide Teams boten in den Startminuten schnelles Eishockey, auch wenn daraus wenige hochkarätigen Torchancen resultierten. Das änderte sich auch in der 4. Minute nicht, als Justin Volek wegen hohen Stocks auf die Strafbank musste. Die Unterzahlformationen der Towerstars standen gut und was dennoch in Richtung Tor kam, war sichere Beute von Torhüter Jonas Langmann. Auch die Ravensburger Cracks konnten rund vier Minuten später ein Powerplay nicht zum ersten Treffer nutzen.

Im weiteren Verlauf des Startabschnitts gewann Kaufbeuren mehr und mehr an spielerischem Übergewicht, die zweite von kurz hintereinander folgenden Strafzeiten gegen Tim Bender und Joshua Samanski nutzte Kaufbeuren prompt zur 1:0 Führung. Zweimal konnte Jonas Langmann die Scheibe mit der rechten Beinschiene abwehren, im Nachschuss war Branden Gracel zur Stelle.

Im zweiten Spieldrittel wirkten die Oberschwaben zunächst agiler, sie bekamen aber in der 25. Spielminute den nächsten Dämpfer. Die Abstimmung in der eigenen Zone formierte sich bei einem Kaufbeurer Angriff zu träge, Tobias Wöhrle staubte einen Schuss von Jan Bednar zum 2:0 ab. Zu einer hochkarätigen Möglichkeit auf den Anschlusstreffer kamen drei Minuten später dann Kilian Keller und David Zucker. Der Puck lag einige Sekunden frei vor dem gegnerischen Tor, ESVK-Keeper konnte ihn im unübersichtlichen Getümmel aber dann doch unter sich begraben.

Die Szene zeigte, dass die Towerstars jetzt deutlich mehr Zug zum Tor hatten. Nach zwei starken Pässen von Kapitän Vincenz Mayer und Olivier Hinse hämmerte John Henrion den Puck in der 29. Minute zum 2:1 Anschlusstreffer ins lange Eck. Gerade einmal eine Minute durfte sich die Ravensburger Bank und die Fans im Live-Stream freuen, da erhöhten die Hausherren postwendend auf 3:1. Wieder hatte die Ravensburger Abwehr den Puck vor dem Tor nicht weggeräumt.

Zum Schlussabschnitt kamen die Towerstars zielstrebig aus der Kabine. Nach nur 37 gespielten Sekunden traf Sören Sturm in Überzahl per Schlagschuss zum 3:2, knapp eine Minute später schloss DEL-Leihspieler Tim Bender einen starken Angriff zum 3:3 ab. Auch diesmal hatte Kaufbeuren die konsequente Antwort. Innerhalb von zwei Minuten stellten Tyler Spurgeon und Daniel Oppolzer die 2-Tore Führung wieder her. Beim vierten Gegentreffer saß Sören Sturm draußen, beim 5:3 war eine Strafzeit angezeigt und auch hier spielte Kaufbeuren das Powerplay konsequent zu Ende.

Zwar kämpften die Towerstars zwar noch verbissen um den erneuten Anschlusstreffer, Kaufbeuren spielte den Vorsprung aber sicher über die Zeit. Am Sonntag um 18.30 Uhr kommt es in der CHG Arena zum Duell gegen die Bietigheim Steelers, hier können die Towerstars ihre Chancen auf den Gewinn des „Get Ready Cup“ noch wahren.