Der Gemeinderat hat am 22. Juni alle Vorschläge zur Weiterentwicklung des Betriebs der beiden städtischen Museen beschlossen. Hintergrund war ein Prüfauftrag mit Blick auf mögliche Einsparpotenziale. Ziel der beschlossenen Maßnahmen ist es, die Attraktivität der Einrichtungen zu erhalten und gleichzeitig einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung zu leisten.
Erhalten bleibt der „Museumsfreitag“, der seit 2022 einmal im Monat den Besuch im Kunstmuseum und im Museum Humpis-Quartier zum Eintrittspreis von bislang einem Euro ermöglicht. Das Angebot wird sehr gut angenommen: 2025 lagen die Besucherzahlen an diesen Tagen im Museum Humpis-Quartier um 315 Prozent und im Kunstmuseum um 275 Prozent höher als an regulären Freitagen. Besonders Familien und neue Zielgruppen werden erreicht. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, das erfolgreiche Programm weiterzuführen. Ab 2027 wird das Angebot jedoch drei Euro anstelle von einem Euro je Eintritt kosten.
Ab Dezember 2026 werden im Kunstmuseum die Preise moderat erhöht: Der Eintritt kostet dann 10 Euro statt bisher 9 Euro. Auch öffentliche Führungen werden künftig 1 Euro teurer sein. Auf eine stärkere Erhöhung wurde bewusst verzichtet, um Bürgerinnen und Bürgern auch weiterhin einen niederschwelligen Zugang zu Kunst zu ermöglichen. Die aktuellen Eintrittspreise im Museum Humpis-Quartier bleiben weiterhin bestehen.
Auch über die künftigen Öffnungszeiten der beiden Museen hat der Gemeinderat entschieden. Im Kunstmuseum bleibt es bei den bestehenden Zeiten. Weitere Kürzungen würden kaum Einsparungen bringen, da wesentliche Kosten unabhängig vom Betrieb anfallen. Gleichzeitig wären Einnahmeverluste und negative Auswirkungen auf die Attraktivität – auch für Touristen – zu erwarten.
Im Museum Humpis-Quartier werden die Öffnungszeiten hingegen angepasst. Von November bis März ist künftig Mittwoch bis Sonntag geöffnet, im Sommer bleibt es bei Dienstag bis Sonntag. Schulklassen können weiterhin ganzjährig vormittags betreut werden. Grundlage ist eine Analyse des Besucherverhaltens: Der Dienstag ist im Winter der besucherschwächste Tag, während das Besucheraufkommen im Sommer konstant auf alle Wochentage verteilt ist. Zudem wurde der Servicebereich im Museum Humpis-Quartier organisatorisch weiterentwickelt. Aufgaben wurden gebündelt und stärker auf Beratung, Vermittlung und Veranstaltungen ausgerichtet. Dadurch steigt die Flexibilität im Personaleinsatz. Eine geringfügige Stelle wird künftig nicht mehr nachbesetzt.
Die Stadt geht mit diesen Maßnahmen einen ausgewogenen Weg: Notwendige Einsparungen werden umgesetzt, ohne dass die Museen und ihre Angebote für die Bürgerinnen und Bürger an Qualität oder Bedeutung verlieren.


