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ifm Razorbacks fordern den Tabellenführer

Nach dem Pflichtsieg gegen die Saarland Hurricanes wartet auf die ifm Razorbacks Ravensburg am kommenden Samstag eine große Herausforderung. Die Oberschwaben reisen zum Auswärtsspiel nach Schwäbisch Hall und treffen dort auf die derzeit wohl formstärkste Mannschaft der GFL Süd.

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Über viele Jahre hinweg galten die Schwäbisch Hall Unicorns als das Maß aller Dinge im Süden. Die Haller sicherten sich regelmäßig die Meisterschaft und prägten die Liga wie kaum ein anderes Team. In der vergangenen Saison geriet diese Dominanz jedoch ins Wanken. Die Unicorns hatten mit Schwierigkeiten zu kämpfen, während die ifm Razorbacks ihre Chance nutzten, an den Hallern vorbeizogen und sich erstmals den Titel in der GFL Süd sicherten.

In dieser Spielzeit präsentieren sich die Unicorns allerdings wieder in ihrer gewohnten Stärke. Mit fünf Siegen aus fünf Spielen führen sie die Tabelle souverän an und gehen als Spitzenreiter in die Begegnung mit den Ravensburgern.

Ein direkter Vergleich beider Mannschaften gestaltet sich bislang schwierig. Lediglich die Saarland Hurricanes standen beiden Teams in dieser Saison gegenüber. Schwäbisch Hall gewann seine Partie mit 49:13. Die ifm Razorbacks trafen sogar zweimal auf die Saarländer und setzten sich jeweils deutlich mit 45:14 und 48:6 durch. Ein sehr ähnliches Bild also.

Rückschlüsse über einen Blick in die Gesamtstatistik lassen sich aber kaum ziehen. Das liegt eben an den unterschiedlichen Gegnern (und damit an den unterschiedlichen Voraussetzungen) der beiden Teams. Dennoch kann man einen Blick auf die Zahlen werfen: Mit insgesamt 49,4 Punkte pro Spiel führen die Unicorns die Liga in dieser Kategorie an. Die ifm Razorbacks kommen auf ebenfalls beachtliche 35 Punkte. Der Unterschied wirkt zunächst deutlich, relativiert sich jedoch beim Blick auf die erzielten Touchdowns. Beide Teams stehen bei zwölf Touchdown-Pässen. Über das Laufspiel gelangen den Unicorns vierzehn Touchdowns, den Razorbacks zehn. Insgesamt liegen die Haller damit lediglich vier Touchdowns vor den Oberschwaben. Hinzu kommt ein weiterer interessanter Wert: Während die Unicorns nur in 36 Prozent ihrer Red-Zone-Besuche einen Touchdown erzielen, verwandeln die ifm Razorbacks ihre Chancen in 56 Prozent der Fälle in sechs Punkte.

In der Verteidigung liegen die Mannschaften eng beieinander. Schwäbisch Hall lässt durchschnittlich 21,6 Punkte pro Spiel zu, Ravensburg nur 20,4. Die Unicorns verbuchten bislang 13 Sacks, die ifm Razorbacks 12. Sechs Interceptions stehen auf Seiten der Haller zu Buche, vier auf Ravensburger Seite. Wer allein anhand dieser Zahlen einen Favoriten bestimmen möchte, betreibt letztlich Kaffeesatzleserei.

Für die ifm Razorbacks wird entscheidend sein, das äußerst variable Angriffsspiel der Unicorns um Quarterback Lars Heidrich in den Griff zu bekommen. Die Haller erzeugen ihre Yards ausgeglichen über das Lauf- und Passspiel, was die Vorbereitung für jede Verteidigung besonders anspruchsvoll gestaltet. Ein besonderes Augenmerk dürfte die Defense der Oberschwaben auf Runningback Kelley Joiner legen, der immer wieder für ordentlich Raumgewinn sorgt. Gleichzeitig haben die Ravensburger beim jüngsten Erfolg gegen Saarland gezeigt, dass auch ihr Angriff längst nicht mehr ausschließlich über das Passspiel funktioniert. Mit einer ausgewogenen Offensive wollen die Oberschwaben den Tabellenführer ebenfalls vor schwierige Aufgaben stellen.

Die Voraussetzungen sprechen damit für ein hochklassiges Duell zweier Spitzenmannschaften der GFL Süd. Wenn der amtierende Südmeister auf den aktuellen Tabellenführer trifft, dürfen sich die Zuschauer auf ein spannendes Football-Spiel freuen. Kick Off ist am Samstag um 17 Uhr.