Gute Nachrichten aus Tübingen: Wie das Regierungspräsidium am 22. Juni 2026 mitgeteilt hat, erhält die Stadt Weingarten für die Erweiterung der Schule am Martinsberg eine Investitionshilfe aus dem sogenannten Ausgleichstock in Höhe von 700.000 Euro.
Die Stadt Weingarten plant an der Schule am Martinsberg einen Erweiterungsbau, um dem Anspruch auf Ganztagsbetreuung gerecht zu werden. Für die Baumaßnahme wurde neben den jetzt bewilligten 700.000 Euro auch eine Förderung aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau beantragt. Um die Belastung des städtischen Haushaltes so gering wie möglich zu halten, soll außerdem die Fachförderung gemäß der Schulbauförderrichtlinie beantragt werden.
Eine Realisierung der Baumaßnahme ist nur mit Bewilligung der erhofften Fördermittel möglich, da die Stadt trotz mehrerer Konsolidierungsrunden in den vergangenen Jahren begrenzt finanziellen Spielraum hat und der Ertrag aus dem Ergebnishaushalt zu gering ist, um die Investition aus eigener Kraft zu stemmen.
Mit dem Förderprogramm des Ausgleichstocks können finanziell schwache Gemeinden wichtige kommunale Infrastrukturmaßnahmen umsetzen. Das Förderprogramm hat das Ziel, gleichwertige Lebensbedingungen innerhalb der Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg zu schaffen. In diesem Jahr wurden 157 Förderanträge bis Fristende am 1. Februar 2026 gestellt. Die Stadt Weingarten hatte den Antrag am 7. Januar 2026 eingereicht.
Bereits 2025 hat Weingarten für den Neubau der Talschule eine Investitionshilfe aus dem Ausgleichstock in Höhe von 600.000 Euro erhalten. Möglich war die Bewilligung, weil die Stadt als finanzschwach gilt und nach dem Zensus vom Mai 2022 unter die Einwohnergrenze von 25.000 gerutscht ist. Zum 30. Juni 2025 betrug die Einwohnerzahl laut dem Statistischen Landesamt 24.978. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass mit Überschreiten der Einwohnergrenze eine Bewilligung von Mitteln aus dem Ausgleichstock nicht mehr möglich ist.


