Die Gründung der TWS war das Ergebnis einer gemeinsamen Vision der Städte Ravensburg und Weingarten. Energieversorgung sollte nicht nur zuverlässig, sondern auch zukunftsfähig, nachhaltig und regional verankert sein. 25 Jahre nach dem Zusammenschluss der Stadtwerke Ravensburg und Weingarten hat sich die TWS zu einem Unternehmen entwickelt, das die Menschen und Kommunen in Oberschwaben heute und in Zukunft sicher mit Energie und Wasser versorgt und neue Lösungen für Wärme, Mobilität und Dienstleistungen von morgen entwickelt. Über 300 Mitarbeitende machen das Tag für Tag möglich.
Mit klarem Fokus auf Oberschwaben hat die TWS früh begonnen, die Energiezukunft aktiv zu gestalten und zu zeigen, dass Klimaschutz und Versorgungssicherheit zusammengehören. „Von Anfang an war es uns wichtig, Ökologie und Ökonomie zusammenzubringen und die Energie- und Wasserversorgung langfristig für die Bürgerinnen und Bürger zu gestalten“, sagt Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der TWS. „Als kommunal verwurzeltes Unternehmen gehört es für uns aber auch dazu, das ehrenamtliche Engagement zu fördern. Deshalb haben wir in den letzten 25 Jahren zahlreiche Vereine, Kultur-, Sozial- und Umweltprojekte unterstützt.“ Andreas Thiel-Böhm leitet die Geschäfte der TWS seit ihrer Gründung. Ende Juli 2026 wird er in den Ruhestand gehen. Seine Nachfolge übernimmt Tobias Koller.
Frühe Entscheidungen prägen die Entwicklung bis heute
Der Start der TWS im Jahr 2001 fiel in eine Zeit großer Veränderungen im Energiemarkt. Mit der Liberalisierung konnten Kundinnen und Kunden ihre Strom- und Gasanbieter frei wählen. Neue Wettbewerber erhöhten den Druck auf kommunale Versorger. Produktentwicklung, Vertrieb, Kundenservice und Marketing gewannen an Bedeutung. In diesem Umfeld richtete sich das Unternehmen organisatorisch und strategisch neu aus, um Versorgung und Netzinfrastruktur langfristig stabil weiterzuentwickeln. Deshalb ist 2007 mit der TWS Netz eine eigene Netzgesellschaft als Tochtergesellschaft entstanden, die den Betrieb der Strom-, Gas-, Wärme-, und Wassernetze in der Region verantwortet.
Mehr Energie aus der Region für die Region
Bereits 2008 ist die TWS in den Stromvertrieb eingestiegen und bietet seitdem ausschließlich Ökostrom an. „Damals war Ökostrom noch ein Randthema für engagierte Idealisten. Doch der Schritt war richtungsweisend“, resümiert Andreas Thiel-Böhm. Kurz darauf folgten erste eigene Windkraft- und Freiflächen-Photovoltaikprojekte. Bis heute führt die TWS den Ausbau eigener erneuerbarer Stromerzeugung kontinuierlich weiter. Ziel ist es, mehr Energie regional zu erzeugen, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen und Haushalte und Industrie dabei zu unterstützen, ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren. Seit 2013 setzt die TWS zudem auf Bürgerbeteiligungen über Genussrechte. Dabei haben Bürgerinnen und Bürger zur Finanzierung erneuerbarer Erzeugung und von Wärmenetzen beigetragen und profitieren vom Erfolg des Unternehmens. „Der offene Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern war für uns immer zentral. Wer die Energieversorgung vor Ort weiterentwickelt, muss Erwartungen und Bedenken ernst nehmen, Beteiligung ermöglichen und zeigen, welchen Nutzen die Menschen in der Region davon haben“, sagt Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz.
Infrastruktur für neue Anforderungen
Parallel hat die TWS ihre Strom-, Wasser- und Wärmenetze kontinuierlich weiterentwickelt. Der Ausbau erneuerbarer Energien, Wärmepumpen und Elektromobilität verändert die Anforderungen an die Stromnetze. Gleichzeitig muss sich auch die Wasserversorgung auf klimabedingte Belastungen einstellen. „Die Anforderungen an Versorgungsnetze verändern sich grundlegend“, sagt Helmut Hertle. „Um die Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger sicher und zukunftsfähig zu halten, investieren wir kontinuierlich in Infrastruktur und Digitalisierung.“
In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen – von der Liberalisierung des Energiemarktes über den Ausbau erneuerbarer Energien bis zur Digitalisierung der Netze – hat die TWS in den vergangenen 25 Jahren wichtige Chancen genutzt und ist eine beständige und verlässliche Größe im Schussental und darüber hinaus. „Das haben wir nicht allein geschafft. Wir bedanken uns deshalb bei allen, die diese Entwicklung mitgetragen und ermöglicht haben“, so Andreas Thiel-Böhm.


