Seit Mai 2025 erinnert auf dem Münsterplatz ein Denkmal an den „Weingartener Vertrag“ vom 17./22. April 1525 – einem prägenden historischen Ereignis im Bauernkrieg. Die neue Internetseite www.denkmal-weingartener-vertrag.de hält vertiefende Informationen und spannende Perspektiven bereit.
Dem „Weingartener Vertrag“ vorausgegangen waren schriftliche Forderungen nach Freiheit von immer drückenderer Leibeigenschaft – und deren Abweisung vor Gerichten. Während viele Aufstände andernorts gewaltsam niedergeschlagen wurden, kam es im südlichen Oberschwaben nach Scharmützeln zu einer bemerkenswerten Einigung zwischen den Konfliktparteien.
Historikerinnen und Historiker bewerten diese Urkunde – je nach Blickwinkel – ganz unterschiedlich. Einen ersten Einblick bietet die Texttafel zum Denkmal an der benachbarten Tourist-Information. Wer dort dem QR-Code folgt, gelangt auf die neue Internetseite www.denkmal-weingartener-vertrag.de mit vertiefenden Informationen und spannenden Perspektiven.
Fünf Wissenschaftler und Professoren beleuchten zentrale Fragen rund um den Bauernkrieg und den Vertrag:
- In welchen Ereignissen zeigte sich bereits zuvor wachsende Unzufriedenheit der Bauern?
- Warum begründeten sie ihre Freiheitsforderungen von Gott her und mit der Bibel?
- Weshalb gelang in Weingarten eine Einigung, während andernorts Gewalt eskalierte?
- Lassen sich in den Forderungen der Bauern bereits Gedanken heutiger Menschenrechte erkennen und auf welche dieser Gedanken geht der „Weingartener Vertrag“ ein?
- Welche Folgen hatte der Vertrag – unmittelbar und langfristig?
Die Website lädt dazu ein, Geschichte neu zu entdecken und unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen. Auch der Künstler Marbod Fritsch versteht sein Kunstwerk als Impuls zum Nachdenken und Diskutieren. Unter der Rubrik „Mitreden“ können Besucherinnen und Besucher zudem eigene Gedanken zum Denkmal oder zum „Weingartener Vertrag“ teilen. Folgen Sie dem Impuls „Denkmal!“ und setzen Sie sich mit einem bedeutenden Kapitel der Stadtgeschichte auseinander.


