rv-news.de
Kultur und Events

Skulptur „Mutter mit Kind“ ziert die Gynäkologie in Ravensburg

Dr. Marius Raiber, leitender Oberarzt der Frauenklinik im St. Elisabethen-Klinikum Ravensburg, Stationsleitung Maria Bartha, Prof. Dr. Oliver Rentzsch, Ärztlicher Direktor der OSK, Künstler Hans Saiger, Prof. Dr. Ekkehard Jehle, früherer Chefarzt der Allgemeinchirurgie am EK sowie Dr. Martina Gropp-Meier, Chefärztin der Frauenklinik. Bild: Jürgen Schattmann/OSK

Die größte Frau der Welt, eine chinesische Basketballspielern, misst 2,26 Meter. Die größte Frau am St. Elisabethen-Klinikum in Ravensburg ist nochmals stolze 24 Zentimeter höher – und steht mit ihrem Neugeborenen auf dem Arm in all ihrer Schönheit und Würde seit kurzem vor den Türen der Frauenklinik. Schlicht „Mutter mit Kind“ hat der Künstler Hans Saiger aus Wolfegg seine eindrucksvolle Skulptur aus Eichenholz genannt, die er der Oberschwabenklinik überlassen hat.

- ANZEIGE-



Mit der Kettensäge hat Hans Saiger, ehemaliger Professor für Pädagogik am Seminar Weingarten, die Figur prozesshaft, Schritt für Schritt aus einem Eichenstamm herausgearbeitet. Den Anfangsimpuls erhielt er durch die Geburt eines Kindes in der Nachbarschaft. Daraus entwickelte er im Laufe der Arbeit die gestalterische Idee – den Gegensatz zwischen einer kraftvollen, vitalen Frauenfigur und einem fragilen, schutz- und fürsorgebedürftigen Neugeborenen.

Geschickt nutzte der Künstler die Fasern und Maserungen des Holzes, um den Faltenwurf des mütterlichen Kleids noch plastischer zu machen, das Kind ruht sicher und behütet in den Händen der Mutterfigur. Von der Seite wirkt das Kind, als würde es sich ganz lang strecken und geradezu mit dem Oberkörper der Mutter verschmelzen. Beide bilden eine Einheit – für die Frauenklinik und Geburtshilfe ein wunderbar passendes Geschenk. „Ich dachte, es gibt keinen besseren Ort für die Skulptur als dieses Gebäude, in dem hier wichtigste Aufgaben für diese Region erfüllt werden“, sagt Saiger. „Deshalb wollte ich der OSK diese Skulptur überlassen – auch als Zeichen des Respekts vor Ihrer Arbeit.“

 Dr. Martina Gropp-Meier, Chefärztin der Frauenklinik, freut sich sehr über die Gabe aus Wolfegg. „Die Statue ist wunderschön, kommt in unserem Gebäude mit seinen hohen Wänden hervorragend zur Geltung und wertet unsere Klinik nochmals auf, deshalb sind wir Herrn Saiger sehr dankbar. Wir haben einen würdevollen Standort gefunden, den bestmöglichen. Bevor unsere Patientinnen in die Klinik kommen, und immer, wenn sie sich draußen in den Gängen ausruhen oder spazieren, werden sie nun daran erinnert, dass Mutter und Kind ein Körper waren, dass sie zusammengehören, und dafür steht auch unsere Geburtshilfe. Die Frau, ihre Gesundheit, ihre Wünsche und Bedürfnisse stehen bei uns an erster Stelle, die Skulptur wird nun Tag für Tag ein Symbol dafür sein.“

Auch der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Oliver Rentzsch war schon beim ersten Augenschein ein Fan der Skulptur: „Sie strahlt Verlässlichkeit und Stärke aus“, sagte er. „Man sieht eine Frau und Mutter, die Sicherheit und Vertrauen gibt. Ich bin mir sicher, die Skulptur wird viel bewirken in den Köpfen unserer Besucher, Frauen, Mitarbeiter und Patienten.“

Die Überlassung der Statue an das EK wurde auch durch den früheren Chefarzt Prof. Dr. Ekkehard Jehle möglich, einem Freund des Künstlers, der 18 Jahre lang die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie geleitet hat und den Kontakt zu Chefärztin Dr. Gropp-Meier herstellte.