Die Stadt Ravensburg kann Familien auch im Kita-Jahr 2026/2027 ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt bereitstellen. „Die aktuelle Bedarfsplanung zeigt, dass die Versorgung derzeit gesichert ist“, schreibt die Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung.
Aufgrund der in den vergangenen beiden Jahren rückläufigen Geburtenzahl und der somit entspannteren Platzsituation können Kindertageseinrichtungen unterjährig einzelne freie Plätze vergeben. Zudem wird es ab September 2026 in bestimmten Einrichtungen vorübergehend möglich sein, auch Kinder unter drei Jahren aus dem Umland aufzunehmen, wenn deren Eltern einen engen Bezug zu Ravensburg – beispielsweise durch ihren Arbeitsplatz – haben. Nach wie vor kann ein Platz nur dann zugesichert werden, wenn die Anmeldung rechtzeitig zu den Stichtagen erfolgt.
Auch wenn die Geburtenzahlen in den vergangenen beiden Jahren leicht zurückgegangen sind, gehen die Prognosen davon aus, dass die Zahl der Kinder bis mindestens 2030 auf einem hohen Niveau bleibt. Gleichzeitig verändern sich die Bedürfnisse vieler Familien hinsichtlich Betreuungsumfang und Betreuungszeiten. Die Stadt reagiert darauf mit einer kontinuierlichen Anpassung ihres Angebots und berücksichtigt dabei auch neue Wohngebiete sowie Zuzüge in einzelne Stadtteile.
Bei der Entwicklung neuer Wohnbaugebiete soll deshalb künftig weiterhin frühzeitig geprüft werden, welche zusätzlichen Bildungs- und Betreuungsangebote erforderlich sind und welche Maßnahmen und Investitionen damit verbunden sind.
Ein Schwerpunkt der Bedarfsplanung bleibt die Sicherung des Kita-Betriebs trotz des allgegenwärtigen Fachkräftemangels. Gemeinsam mit den freien Trägern will die Stadt weiterhin neue Wege gehen, um die frühkindliche Bildung langfristig sicherzustellen. Hierzu soll unter anderem auf gute Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz, wie Lärmschutz usw. gesetzt werden und Leitungs- und Fachkräfte bei Bewältigung der alltäglichen Herausforderungen unterstützt werden.
Darüber hinaus werden im Rahmen von „Wir sind Kita Ravensburg“ Projekte zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften fortgeführt. Dazu gehören unter anderem die Teilnahme an Bildungsmessen, Angebote zur Personalentwicklung, Coachings für Kita-Leitungen sowie Pilotprojekte zur organisatorischen Weiterentwicklung der Einrichtungen.
Die Sprachförderung bleibt auch künftig ein zentraler Bestandteil der frühkindlichen Bildung in Ravensburg. Vorhandene Projektmittel sollen weiterhin gezielt für Sprachförderangebote eingesetzt werden. Verwaltung und Träger wollen bewährte Projekte fortführen und gemeinsam weiterentwickeln. Gleichzeitig sieht die Stadt beim Landesprogramm „SprachFit“ noch Verbesserungsbedarf bei den finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
Neben der laufenden Bedarfsplanung investiert die Stadt weiterhin in den Erhalt ihrer Kindertageseinrichtungen. Notwendige Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen werden schrittweise umgesetzt und für die Haushaltsjahre 2027/2028 entsprechend eingeplant.
Die Bedarfsplanung wird jährlich vom Amt für Bildung, Soziales und Sport gemeinsam mit den Kita-Trägern erstellt und mit dem Gesamtelternbeirat sowie den Trägern abgestimmt. Mit dieser Planung schafft die Stadt Ravensburg die Grundlage, Familien auch künftig ein verlässliches, bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot bereitzustellen.


