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Wo Klima und Anleger Gewinner sind

Die Photovoltaik-Freiflächenanlage der TWS in Boms-Haggenmoos Bild: TWS/Christof Böhm

Mit Hilfe von Wind und Sonne hat die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) 2020 in eigenen Anlagen rund 83,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt – so viel wie nie zuvor. „Wir ernten jetzt, wofür wir in den vergangenen zwölf Jahren den Boden bereitet haben“, freut sich TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm. Der Aufbau eines eigenständigen Geschäftsfeldes Stromerzeugung sei ein langer Weg gewesen, dieses decke nun den Bedarf an nachhaltig erzeugter elektrischer Energie von rund 24.000 Drei-Personen-Haushalten.

Rund 66 Millionen Euro hat die TWS bislang in hocheffiziente Windkraft- und Solaranlagen investiert. Zu diesem Erfolg haben über 1.000 Menschen und Organisationen in der Region beigetragen: Sie haben Anteile an der TWS in Form von Genussrechten erworben und dem Unternehmen auf diese Weise einen zusätzlichen Kapitalstock bereitgestellt. „Unsere Genussrechteeigner haben uns den Rücken gestärkt. Das zahlt sich für sie jetzt umso mehr aus“, freut er sich. Denn zusätzlich zur festgelegten Verzinsung wird die TWS rund 106.000 Euro Gewinnbeteiligung an der Sparte Stromerzeugung an ihre Anteilseigner ausschütten. Und: Mit der Stromerzeugung ist auch der positive Effekt für die Umwelt weiter gewachsen, rund 43.414 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids hat die TWS dadurch allein 2020 eingespart.

 Einstieg noch möglich

Mit seinem Engagement positioniert sich das Versorgungsunternehmen eindeutig: Als Ergebnis trägt twsNaturstrom das ok-Power-Label. Dazu muss die TWS nachweisen, dass sie selbst mehr als die Hälfte des Stroms in Anlagen erzeugt, die sie initiiert hat. „Auf diese Weise schließen wir den Kreis und befördern so Energiewende und Klimaschutz nachhaltig“, unterstreicht Andreas Thiel-Böhm. Der Ansatz anderer Unternehmen, Ökostrom aus abgeschriebenen Anlagen im Ausland zu beziehen, trage kaum zum Umdenken in Sachen nachhaltiger und zukunftsorientierter Stromversorgung in Deutschland bei. Deshalb hat sich die TWS für den Bau eigener Erzeugungskapazitäten entschieden. Mehrere Standorte in ganz Deutschland und der Einsatz unterschiedlicher Technik minimieren das Risiko. Der regionale Anker liegt in den Genussrechten. Durch eine dritte Emission hatte die TWS im vergangenen Jahr zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen. Von den aufgelegten zehn Millionen Euro kann noch knapp ein Viertel gezeichnet werden. Die Frist läuft bis Ende Juni. Privatpersonen und auch Organisationen können mit Beträgen zwischen 1.000 und 50.0000 Euro einsteigen.

Fixe Zinsen plus Gewinnbeteiligung

Die Basis der Geldanlage bildet die feste jährliche Verzinsung; diese beträgt für die dritte Emission 1,5 Prozent. Wer twsNaturstrom bezieht, bekommt sogar 1,7 Prozent Zinsen pro Jahr. Das ist mehr als der derzeit marktübliche Zins. Als Sahnehäubchen kommt die Gewinnbeteiligung obendrauf. Diese schüttet die TWS aus, wenn die Stromsparte im Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreibt. Dabei lief bislang alles nach Plan: Nach den Aufbaujahren erhalten die Anteilseigner jetzt bereits zum zweiten Mal in Folge die zusätzliche Ausschüttung. Das gute Gefühl, einen sinnvollen Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz zu leisten, haben die Genussrechtler von der ersten Stunde an.

Informationen über die Genussrechte für eine zukunftsorientierte Stromerzeugung hat das Unternehmen unter www.tws.de/Genussrecht zusammengestellt.