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Towerstars lassen Niederlagen-Serie endlich reißen

Hier trifft David Zucker zum 1:1 Ausgleich, im Schlussabschnitt ließ er einen weiteren Treffer folgen. Bild: Frank Enderle

Die Ravensburg Towerstars sind nach langer Durststrecke endlich wieder als Sieger vom Eis gegangen. Das Team von Coach Marc Vorderbrüggen siegte bei den Bayreuth Tigers mit 5:2.

Für das Gastspiel beim Tabellenschlusslicht Bayreuth war der Spielberichtsbogen erneut nicht vollständig gefüllt. Robbie Czarnik und Alexander Dosch hatten am Freitag schon gefehlt, Top-Scorer Andreas Driendl musste das Spiel bekanntlich am Freitag mit einer Unterkörperverletzung vorzeitig beenden. Nicht dabei war auch Sebastian Hon, der sich im Training vor der Abfahrt leicht verletzte und vorsorglich nicht in den Bus stieg. Einziger Lichtblick aus personeller Sicht war die Rückkehr von Verteidiger Kilian Keller.

Die Startminuten gehörten klar den Gastgebern, die schnell die Scheiben in die Ravensburger Zone brachten. Tyler Gron hatte nach knapp eineinhalb Minuten auch prompt die Führung auf dem Schläger, er scheiterte aus halblinker Position jedoch an Towerstars Keeper Olafr Schmidt.

Nach rund fünf Minuten schienen die Oberschwaben aber doch besser ins Spiel gefunden zu haben. Die Angriffe wurden solider aufgebaut und immer wieder konnten sie sich im gegnerischen Drittel festsetzen. Vielversprechende Einschussmöglichkeiten resultierten hieraus allerdings nicht. Mit Distanzschüssen war der Bayreuther Torhüter Marco Wölfl nicht zu überwinden und Passwege in den Slot wurden von der Abwehr der Gastgeber konsequent unterbunden.

Von entschlossener Defensivarbeit konnte man nach neun Minuten auf der Gegenseite leider nicht sprechen. Kurz nach der blauen Linie setzte sich Dani Bindels an der Bande durch und überwand bei seinem Sololauf durch das Ravensburger Drittel letztlich auch noch Olafr Schmidt zum 1:0 für Bayreuth.

Der Gegentreffer hemmte in den Folgeminuten natürlich die Bemühungen, das Spiel selbst zu gestalten. Hinzu kam eine Strafzeit in der 12. Minute, in denen die Gastgeber mehrfach dem zweiten Treffer nahe waren. Rund vier Minuten vor der ersten Pause hätte Justin Volek den Spielstand egalisieren können. Er wurde an der blauen Linie angespielt und zog in Richtung Bayreuther Tor, Marco Wölfl parierte jedoch mit dem linken Beinschoner.

Im zweiten Spielabschnitt ergriff das Team von Trainer Marc Vorderbrüggen aber sofort die Initiative. Das Tempo wurde angezogen und es herrschte deutlich mehr Zug zum gegnerischen Tor. Bereits nach 40 Sekunden hatte John Henrion den Ausgleichstreffer vor Augen, bei einem 3 gegen 2 Break setzte er den Puck aber nur an den linken Innenpfosten. Der Frust über die vergebene Chance währte aber nur 21 Sekunden. Erneut passte die Abstimmung der Bayreuth Tigers an der blauen Linie nicht und David Zucker konnte auf dem Weg zum 1:1 Ausgleich unbedrängt auf das gegnerische Tor ziehen.

Wirklich geplatzt war der spielerische Knoten allerdings noch nicht. Die Partie wurde zerfahrener und verkrampfter, bis zur 28. Minute blieben wirklich Torchancen auf beiden Seiten aus. Kurz nach einer Torszene vor dem Bayreuther Gehäuse, als Mathieu Pompei nach einer Einzelaktion aus spitzem Winkel scheiterte, schlug der Puck ein. Allerdings im Tor der Towerstars, die in der 32. Minute nach einem Konter den vermeintlichen Rettungsversuch Lubor Pokovic selbst zum Nachschuss auf den Schläger legten.

Dieser erneute Rückstand zermürbte das Ravensburger Spiel sichtlich, kurz nach dem 2:1 der Tigers musste Olafr Schmidt gegen den völlig frei am rechten Pfosten postierten Dominik Meisinger retten. Bis zur Schlussminute des zweiten Spielabschnitts bekamen die Oberschwaben nicht wirklich Zugriff auf die Partie, doch dann setzte James Bettauer seinen Kollegen Andrew Kozek am langen Pfosten in Szene. Dessen Direktabnahme ging zwar am Tor vorbei, doch der Nachschuss kam zu ihm zurück und der kanadische Stürmer schob den Puck mit der Rückhand zum 2:2 Ausgleich über die Linie. Bayreuth wirkte geschockt, die Towerstars rochen Lunte.

Noch waren 26 Sekunden zu spielen und den Oberschwaben reichten sogar nur weitere acht Sekunden, um erstmals in Führung zu gehen. James Bettauer hämmerte den Puck aus der zweiten Reihe halbhoch ins linke Eck. Den Towerstars war offensichtlich bewusst, dass Sie den Druck auf den Gegner auch im Schlussabschnitt aufrechterhalten mussten. Diese Vorgabe setzten sie auch engagiert um, allerdings blieb die Chancenverwertung problematisch.

In der 44. Minute standen nach einem schnellen Angriff gleich drei Ravensburger Stürmer frei vor dem Tor, Andrew Kozek brachte den Puck allerdings nicht zum 2:4 unter. Gleiches gilt für Mathieu Pompei, der bei seinem Alleingang drei Minuten später an Marco Wölfl scheiterte. Die Towerstars wussten das klare Übergewicht aber dann doch zu nutzen. Als die Hausherren in der 52. Minute einen Mann auf der Strafbank hatten, schob Kai Hospelt den Puck frei am rechten Pfosten mit der Rückhand zum 2:4 über die Linie.

Als sich David Zucker vier Minuten später alleine durch die Bayreuther Zone tankte und den Puck dem gegnerischen Torhüter trocken zum 2:5 durch die Beine schob, war das Spiel durch. Dank des Auswärtssieges konnten die Towerstars eine lange Durststrecke von sieben Niederlagen in Folge endlich beenden und im heißen Kampf um das Ticket für das Viertelefinale den achten Tabellenplatz verteidigen.