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Towerstars erkämpfen drei Punkte gegen Landshut

Towerstars Kapitän Sam Herr bei einer Torchance gleich zu Beginn des Spiels. Zusammen mit Fabian Dietz war er einer der auffälligsten Akteure im Ravensburger Team. Bild: Kim Enderle
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Nach zuletzt zwei Heimniederlagen in Folge haben die Ravensburg Towerstars wieder einen Sieg auf eigenem Eis gefeiert. In einem engen Spiel gegen den EV Landshut waren am Ende Wille und Kampfgeist die Garanten des Erfolgs.

Vor 2131 Zuschauern in der CHG Arena hatten die Towerstars einen selbstbewussten Start. Sie ließen die Scheibe schnörkellos durch die neutrale Zone laufen und erarbeiteten sich in einigen Situationen powerplayähnliche Druckphasen. Eine Einzelaktion der Gäste des langjährigen Towerstars Stürmers David Zucker leitete nach fünf Minuten allerdings eine neue Spielphase ein. Landshut tauchte nun häufiger im Ravensburger Drittel auf und kam nach rund zehn Minuten zum Führungstreffer. Jakob Mayenschein zog aus der Halbdistanz ab und der von der Glasumrandung zurückgeprallte Puck drückte Brett Cameron zum 0:1 über die Linie.

Zwar hatten die Towerstars danach gute Möglichkeiten auf den Ausgleich – beispielsweise während Landshuter Strafzeiten in der 15. und 17. Minute – doch es fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Auf der Gegenseite konnten sich die Towerstars durchaus bei ihrem Torhüter Jonas Langmann bedanken, dass sie nicht mit einem 2-Tore-Rückstand den Gang in die erste Pause antreten mussten.

Der zweite Spielabschnitt lieferte ein recht verbissen geführtes Spiel, in dem die wirklich hochkarätigen Möglichkeiten meist erst durch gegnerische Fehler erarbeitet werden konnten. Beispielsweise in der 27. Minute, als Fabian Dietz wegen Stockschlag auf die Strafbank verbannt wurde, die Gäste allerdings den Puck an der blauen Linie verloren. Louis Latta konnte so Max Hadraschek auf die Reise in Richtung gegnerisches Tor schicken, der 500-Profispiele-Jubilar fand seinen Meister allerdings in EVL-Keeper Sebastian Vogl.

In der 30. Minute war dieser aber dann doch geschlagen. Die Oberschwaben ließen im Powerplay den Puck gut durch die gegnerische Zone laufen, letztlich schaltete Fabian Dietz am schnellsten, als der Puck von der Bande hinter dem Tor vor den rechten Pfosten zurückprallte. Auch für die Stimmung auf den Rängen war dieser Treffer äußerst wichtig. Chancen gab es danach auf beiden Seiten, zu Treffern reichte es allerdings nicht.

Der Schlussabschnitt zeigte das attraktivste Geschehen des Spiels, zumal die Gäste aus Niederbayern schon nach 44 Sekunden erneut in Führung gehen konnten. Eine aus dem Mittelabschnitt übernommene Strafzeit sorgte für eine Überzahl des EVL, Jakob Mayenschein fälschte einen Schuss von Marco Pfleger noch entscheidend zum 1:2 ab. Der vermeintliche Schock dauerte jedoch nur 13 Sekunden. Mit dem ersten Angriff nach dem Anspielbully vernaschte Kapitän Sam Herr den gegnerischen Torhüter Sebastian Vogl mit einem Bauerntrick zum 2:2 Ausgleich.

Den weiteren Verlauf des dritten Spieldrittels bestritten beide Teams sprichwörtlich mit offenem Visier und nach mehreren Großchancen auf beiden Seiten sollte es neun Minuten vor Ende zur letztlich spielentscheidenden Szene kommen. Pawel Dronia drosch die Scheibe aus halblinker Position zunächst auf das gegnerische Tor, doch Vogl wehrte hinter das Tor ab. Dort nahm Fabian Dietz die Scheibe auf und schlenzte diese mit der Zwischenstation des Torhüter-Rückens zum 3:2 Führungstreffer in die Maschen.

In der Schlussphase nahm Landshut’s Coach Heiko Vogler zwar den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch die Towerstars brachten den am Ende sicher nicht unverdienten Sieg über die Zeit.