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Towerstars drehen Spiel in allerletzter Minute

Bild: Kim Enderle

Die Ravensburg Towerstars haben sich mit einem 6:5-Heimsieg in die Länderspielpause verabschiedet und sich zugleich auf den 4. Tabellenplatz vorgekämpft. Der Weg dorthin war allerdings steinig, denn zwischenzeitlich lagen die Oberschwaben mit 3 Toren zurück.

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Vor 2.124 Zuschauern legten die Oberschwaben sprichwörtlich los wie die Feuerwehr. Schon nach 14 Sekunden stand Sam Herr frei vor dem gegnerischen Tor, als Charlie Sarault seinem Regensburger Gegenspieler den Puck beim Aufbaupass vom Schläger klaute. Auch nach dieser vergebenen Chance hielten die Gastgeber den Druck aufrecht und brachten dies nach fünf Minuten auch verdientermaßen auf die Anzeigetafel. Nick Latta zog aus halblinker Position ab und erwischte Eisbären-Keeper Thomas McCollum zwischen den Schonern. Es stand 1:0 für die Oberschwaben.

Zwar gab es in den nachfolgenden Wechseln noch die eine oder andere Chance, dann allerdings wurde diese Spielphase beendet. Die Gäste aus der Domstadt wirkten nun deutlich strukturierter beim Aufbau und stellten alsbald unter Beweis, warum sie zu diesem Zeitpunkt auf dem vierten Tabellenplatz standen. Mit schnellen Pässen überbrückten sie die neutrale Zone und stellten die Ravensburger Defensive vor sichtliche Probleme. Die Folge war aus Towerstars-Sicht ernüchternd. Girduckis, Divis und Trivino stellten innerhalb von 103 Sekunden den Spielstand auf 1:3, das war letztlich auch der Zwischenstand nach dem ersten Spielabschnitt.

Die Hoffnung, dass die Towerstars nach der Pause besser in die Spur kommen würden, sollte sich zunächst nicht erfüllen. Zwei Strafzeiten gegen Nick Latta und Fabian Dietz hemmten nicht nur den Spielfluss, das zweite Powerplay nutzten die Eisbären Regensburg auch eiskalt zum 1:4. Da die äußerst streng agierenden Hauptschiedsrichter die Strafzeiten auch auf der Gegenseite verteilten, bekamen die Towerstars ebenfalls ihre Gelegenheit zum Powerplay. Dieses verwertete Louis Latta nach exakt 33 Minuten zum 2:4. Er lenkte einen Schuss von Oliver Granz unhaltbar ab.

Der nächste Dämpfer folgte jedoch auf dem Fuß. Nicht einmal zwei Minuten später stellte Andrew Yogan den 3-Tore-Vorsprung für die Domstädter wieder her. In der CHG Arena waren fortan nur noch die 30 Regensburger Gästefans zu hören. Towerstars Coach Gergely Majoross wechselte anschließend den Torhüter, das war vor allem ein Zeichen an das Team, die Defensivarbeit wieder konsequenter zu erledigen. Endlich wieder Grund zum Jubeln gab es für das Heimpublikum dann aber, als Fabian Dietz in der 37. Minute den Puck mit einer starken Einzelaktion zum 3:5 in die Maschen drückte.

Damit waren die Towerstars wieder in Reichweite, was auch Hoffnungen für den Schlussabschnitt weckte. Der begann allerdings sehr zäh, denn die Unparteiischen schickten zwischen der 42. und 48. Minute jeweils kurz hintereinander drei Ravensburger Akteure auf die Strafbank. Wieder komplett, drückten die Hausherren vehement aufs Tempo und nahmen das gegnerische Tor unter Beschuss. Bis zur 55. Minute hielt die Regensburger Defensive dem Druck stand, dann aber bugsierte Kapitän Sam Herr den Puck zum 4:5 Anschlusstreffer über die Linie. Eine spannende Schlussphase war damit garantiert. Die Zuschauer peitschten ihr Team nach vorne, und als Robbie Czarnik nur 29 Sekunden später den 5:5 Ausgleich markierte, glich die CHG Arena einem Tollhaus. Wenig später setzte es für Regensburg die nächste Strafzeit, und es brannte weiterhin lichterloh in der Zone der Gäste. Eisbären-Keeper Thomas McCollum hielt sein Team aber im Spiel.

Doch die Towerstars wollten mehr, und sie wurden für den aufopferungsvollen Kampf belohnt. Matt Alfaro hielt seinen Schläger in den Schlagschuss von Oliver Granz und der Puck schlug zum 6:5 Führungstreffer ein – 47 Sekunden standen noch auf der Uhr. Gäste-Coach Max Kaltenhauser nahm nach dem Anspielbully sofort den Torhüter vom Eis, doch die Towerstars ließen sich die wertvollen Punkte nicht mehr nehmen und konnten sich von den Fans für eine tolle Aufholjagd samt Happy End feiern lassen. „Wir haben uns mit dem dritten Treffer das Momentum geholt und haben das trotz der vielen Strafzeiten im Schlussdrittel nicht mehr hergegeben. Glücklicherweise haben wir zur rechten Zeit die Tore gemacht“, fasste Towerstars Coach Gergely Majoross zusammen.

Die Towerstars konnten sich dank der parallelen Ergebnisse über den Sprung auf Platz 4 freuen und trotz gewisser Durststrecken in den vergangenen Wochen doch insgesamt zufrieden in die 12-tägige Länderspielpause gehen. Am Freitag, 17. November steigen die Oberschwaben mit dem Auswärtsspiel in Selb wieder in die Hauptrunde ein, das nächste Heimspiel gibt es dann zwei Tage später um 18.30 Uhr gegen den EV Landshut.

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