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Starker Auftritt der Towerstars beim DEL Absteiger Krefeld

Das 0;1 durch Charlie Sarault . Bild; F.Enderle
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Die Ravensburg Towerstars haben das Duell der Tabellennachbarn bei den Krefeld Pinguinen mit 4:2 gewonnen und sich bis auf einen Punkt auf Platz 3 herangekämpft. Das Team von Coach Peter Russell überzeugte vor allem defensiv und über die gesamte Spieldistanz mit mannschaftlicher Geschlossenheit. 
Für die Towerstars war die Anreise zum Spiel beim Tabellennachbarn Krefeld äußerst beschwerlich. Aufgrund von Unfällen und den damit verbundenen Staus rollte der Towerstars Team-Bus erst um 18.30 Uhr am Kabinentrakt der YAYLA ARENA ein. Die Partie wurde daher nach Absprache mit Clubs, DEL2 und Schiedsrichtern erst um 20 Uhr angepfiffen.
Das beste Rezept, eine beschwerliche Busfahrt aus den Beinen zu schütteln, ist Bewegung und Tempo. So gingen die Towerstars, die in selber Besetzung wie am Sonntag gegen Bayreuth antraten, die Partie auch an. Effektiv im Vorchecking, konzentriert in der Defensive und schnörkellos beim Spielaufbau. Wirklich viele eigene Torchancen sollten zwar nicht herausspringen, das galt aber auch auf der Gegenseite. Auch Towerstars Keeper Jonas Langmann war in den Startminuten nicht ernsthaft geprüft.
Der erste Treffer des Spiels kam nach sechs Minuten auf die Anzeigetafel und zur Freude der beiden Fans im Gästeblock auf die Seite der Towerstars. Fabian Dietz hatte aus der Halbdistanz die Scheibe aufs Tor gebracht, Charlie Saurault fälschte unhaltbar ab. Nach dem Powerbreak kamen die Gastgeber aber deutlich besser ins Spiel und glichen durch Alexander Weiß in der 15. Minute prompt aus. Die Towerstars hatten 35 Sekunden zuvor eine Strafzeit für einen missglückten Spielerwechsel kassiert. Doch sie hatten nur 50 Sekunden später in Person von Nick Latta die passende Antwort auf dem Schläger, aus der Halbdistanz hämmerte dieser den Puck in die Maschen. Apropos Schläger: KEV-Torhüter Hendrik Hane hatte kurz zuvor sein Arbeitsgerät verloren und war damit beim 1:2 Führungstreffer der Towerstars eingeschränkt abwehrfähig.
Beide Teams hatten offenbar Gefallen an den blitzschnellen Toren gefunden zu haben, denn bis zum nächsten Torjubel dauerte es nur 67 Sekunden. Allerdings waren hier die Gastgeber wieder an der Reihe, Zach Magwood traf zum 2:2 Ausgleich. Diesmal war der Puck unglücklich für Jonas Langmann abgefälscht. Im ersten Spielabschnitt sollte es das aber noch nicht gewesen sein. Eineinhalb Minuten vor der Pause kam Oliver Granz kurz nach einem unübersichtlichen Getümmel vor dem Krefelder Tor aus der Distanz zum Schuss und netzte zur 2:3 Führung für die Towerstars ein.
Im zweiten Spielabschnitt sollten zwar keine Treffer fallen, das Spiel blieb aber äußerst kurzweilig. Zunächst hatten die Towerstars klar die Nase vorne. Nach zwei Minuten scheiterte Josh MacDonald aus vielversprechender Position, in der 6. Minute scheiterte Robbie Czarnik an Hane. Ab der 30. Minute rissen dann allerdings die Gastgeber das Spiel an sich. Kurz nachdem Nikita Shatsky frei am rechten Pfosten über den Puck gesäbelt hatte, musste Jonas Langmann bei einem 2 gegen 1 Konter retten. Hier blieb das Spielgerät haarscharf vor der Linie unter den Schonern stecken.
Mehr und mehr konnten sich die Towerstars aber aus der Krefelder Umklammerung lösen und waren fortan dem nächsten Treffer näher als der Gegner. Robbie Czarnik brachte in der 36. Minute den Puck aber genauso wenig am Pinguine-Torhüter vorbei, wie der frei vor dem Tor nachsetzende Max Hadraschek 91 Sekunden vor der zweiten Pause.
Das Schlussdrittel war dann von heißem Kampf auf beiden Seiten geprägt, Krefeld hatte in den Anfangsminuten die deutlich druckvollere Phase und Jonas Langmann hatte mehrfach die Chance, sich auszuzeichnen. Immer wieder gelangen den Ravensburger Cracks aber Gegenangriffe, so wie Robbie Czarnik in der 48. Minute. Er setzte sich zwar entschlossen vor dem Tor durch, sein Schuss prallte allerdings vom rechten Pfosten zurück ins Spiel.

Das Spielgeschehen danach war weitgehend ausgeglichen, mit aufopferungsvollem Kampf versuchten die Towerstars schon an der eigenen blauen Linie, sich dem stärker werdenden Druck der Pinguine zu entledigen. Bis auf wenige Ausnahmen, in denen sich die Gastgeber doch vor das Ravensburger Tor kombinieren konnten und Jonas Langmann gefragt war, klappte dies gut. So spielte auch die Zeit für die Towerstars, Krefeld kam erst in der Schlussminute dazu, den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers zu ziehen. Doch auch dann waren die Oberschwaben in den Zweikämpfen den entscheidenden Tick entschlossener. 41 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit kam Josh MacDonald in der eigenen Zone an den Puck und schlenzte diesen präzise zur Entscheidung ins verwaiste Tor der Hausherren.

„Wir haben trotz der langen Anfahrt schon im Startabschnitt ein gutes Spiel gezeigt und in den entscheidenden Phasen immer hart gekämpft. Ich bin sehr zufrieden heute und stolz auf die Jungs“, fasste Towerstars Coach Peter Russell das Spiel zusammen.