Beim Turnier um den „Klaus-Kinkel-Pokal“ sind am vergangenen Wochenende sechs inklusive Fußballteams auf dem Sportplatz in Liebenau gegeneinander angetreten. Platz eins sicherte sich schließlich nach insgesamt 18 Spielen die Mannschaft des FC Rosenharz.
Der eigentliche Gewinner auf dem Platz war jedoch der Inklusionsgedanke – so sieht es Alfons Ummenhofer, Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe gGmbH und der Liebenau Kliniken gGmbH. „Die Stiftung Liebenau richtet das Turnier zusammen mit der DFB-Stiftung Sepp Herberger seit rund 20 Jahren aus. Und es ist jedes Mal eine besondere Freude zu sehen, mit wie viel Herzblut und Leidenschaft die Spielerinnen und Spieler auf dem Platz um jeden Ball und jedes Tor kämpfen. Für sie und für uns ist das Turnier jedes Jahr ein Highlight.“
Der Pokal ist nach dem 2019 verstorbenen früheren Justiz- und Außenminister Dr. Klaus Kinkel benannt. Ihm lag der Inklusionsgedanke besonders am Herzen. Gemeinsam mit der DFB-Stiftung Sepp Herberger und der Stiftung Liebenau hat er das Turnier initiiert.
Starke Emotionen auf und neben dem Platz
Riesenfreude und große Enttäuschung liegen an diesem Tag nah beieinander – sowohl für die Sportlerinnen und Sportler auf dem Platz als auch für die Gäste am Spielfeldrand. Jeweils zehn Minuten stehen sich zwei Mannschaften gegenüber, dann kommt bereits das nächste Spiel. Am Vormittag werden die Gruppenspiele ausgetragen, am Nachmittag folgt die K.-o.-Runde. Und wie auf der großen Fußballbühne fällt auch hier manche Entscheidung nicht in der regulären Spielzeit, sondern erst im spannenden Siebenmeterschießen.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer feuern ihre Lieblingsmannschaften und einzelne Spieler lautstark an. Zur guten Stimmung trägt auch Paule, das DFB-Maskottchen, bei. Viele umarmen den mannshohen Raben im Deutschland-Trikot, tauschen ein High Five mit ihm aus oder machen ein Selfie mit ihm.
Spielerinnen und Spieler sowie Gäste können sich während des Turniers an den zahlreichen Essens- und Getränkeständen stärken. Denn direkt neben dem Fußballplatz findet parallel das Sommerfest der Liebenau Teilhabe und der Liebenau Kliniken für Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige statt.
Siegerehrung mit Thomas Schmidt von der DFB-Stiftung Sepp Herberger
Am späten Nachmittag folgt schließlich der Höhepunkt des Fußballfestes: die Siegerehrung. Unter großem Jubel bitten Thomas Schmidt von der DFB-Stiftung Sepp Herberger, Alfons Ummenhofer sowie Christoph Möhle, Leiter Kommunikation der Stiftung Liebenau, nacheinander alle Teams auf die Bühne.
Neben viel Applaus gibt es für die engagierten Fußballerinnen und Fußballer Pokale, Fußbälle und Trinkflaschen. Thomas Schmidt zeigt sich beeindruckt vom Engagement und der Ernsthaftigkeit, mit der das Turnier ausgetragen wurde – nicht nur von den Spielerinnen und Spielern, sondern auch von den Organisatorinnen und Organisatoren vor Ort. „Dafür gebührt Ihnen allen großer Dank und große Wertschätzung“, so der DFB-Vertreter.
Mit einem mitreißenden Lied über die drei inklusiven Fußballmannschaften der Stiftung Liebenau – Dynamo Lukas, Lokomotive Hegenberg und FC Rosenharz – klingt das außergewöhnliche Fußballfest stimmungsvoll aus.


