Nur knapp ist ein 75-Jähriger am Montag dem Verlust seines Ersparten an sogenannte Anlagebetrüger entgangen. Der Senior wurde im Internet auf eine lukrative Geldanlage mit einem Einsatz von nur 250 Euro aufmerksam. Er überwies den Betrag in der Folge und wurde im weiteren Verlauf telefonisch von einem vermeintlichen Broker kontaktiert. Dieser stellte ihm noch höhere Gewinne bei weiteren Geldanlagen in Aussicht.
Als sich eine weitere angebliche Brokerin bei dem 75-Jährigen meldete, gewährte er dieser Zugriff auf seinen Rechner. Dabei versuchte die Betrügerin, einen niedrigen fünfstelligen Betrag vom Konto des Seniors abzubuchen. Dessen Hausbank wurde jedoch auf den ungewöhnlichen Abbuchungsversuch aufmerksam und verhinderte die Überweisung. Die Polizei ermittelt nun wegen Anlagebetrugs und warnt erneut ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Die Opfer werden im Internet und den sozialen Medien von den Betrügern mit marktunüblich hohen Renditen bei nur geringem Einsatz angelockt.
Dabei nutzen die Täter oft gefälschte Handelsplattformen und missbrauchen seriöse Unternehmensnamen. In der Folge animieren sie ihre Opfer dazu, weitere, teils hohe Geldbeträge anzulegen. Veranlassen die Geschädigten im weiteren Verlauf die Auszahlung ihres Geldes, fordern die Betrüger oft weitere Geldbeträge für angebliche Gebühren oder brechen den Kontakt ab. Das meist ins Ausland überwiesene Geld ist in der Folge unwiederbringlich verloren. Die Ermittler raten dazu, Angehörige und Bekannte hinsichtlich der Betrugsmasche zu sensibilisieren. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt auf ihrer Homepage eine Übersicht über seriöse Unternehmen sowie Warnungen vor unseriösen Anbietern zur Verfügung.


