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Ravensburg

Qualität erfordert höhere Preise von Trinkwasser

Symbolbild: Archiv

Die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) hebt zum 1. Januar 2024 den Arbeitspreis für Trinkwasser in ihrem Versorgungsgebiet an. Der Kubikmeter Trinkwasser kostet dann 1,35 Euro inklusive Steuern und Abgaben. Der Grundpreis bleibt stabil.

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„Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Wir stellen das wichtige Lebensmittel in unserem Versorgungsgebiet zuverlässig und in hoher Qualität bereit“, sagt Dr. Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der TWS, und betont: „Diese Qualität kommt nicht von ungefähr.“ Es brauche ein gut gewartetes Leitungsnetz, fortschrittliche Anlagen zu Wassergewinnung und -bevorratung sowie kompetentes Personal und regelmäßige Wasseranalysen für qualitativ hochwertiges Trinkwasser jetzt und in der Zukunft. Die Kosten dafür und Investitionen in die künftige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung bedingen die Anpassung.

„Mit den neuen Preisen liegen wir immer noch im preislichen Mittelfeld der privatrechtlich organisierten Wasserversorger in Baden-Württemberg“, informiert der TWS-Geschäftsführer. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern Trinkwasser zahlt ab 01.01.2024 rund 3,10 Euro brutto mehr pro Monat. Auch bei der Wasserversorgung sei es der TWS wichtig, ein zuverlässiger und möglichst günstiger Anbieter zu sein. „Die Herausforderungen, auch in Zukunft genügend Trinkwasser in einwandfreier Qualität sicherstellen zu können, werden größer“, erklärt Andreas Thiel-Böhm. Klimawandel und steigende Kosten spielen hierfür eine große Rolle. Er appelliert deshalb auch an die Bürgerinnen und Bürger, sehr sorgsam und sparsam mit Wasser umzugehen.

Investitionen in Infrastruktur
„Die Kosten für Material, Personal und Bautätigkeiten sind deutlich gestiegen. Das wirkt sich nun auch auf den Trinkwasserpreis aus“, erläutert Dr. Andreas Thiel-Böhm. Rund 16,5 Millionen Euro hat die TWS in den Jahren 2011 bis 2022 in die Erneuerung und Ertüchtigung der Wasserversorgung investiert, unter anderem in die Sanierung von Hochbehältern. So wird derzeit der Hochbehälter Greckenhof bei Schmalegg saniert; ab 2024 ist die Erneuerung des Hochbehälters Kemmerlang geplant. In den kommenden Jahren möchte der Wasserversorger mehr als vier Millionen Euro pro Jahr in die Ertüchtigung und Modernisierung der Wasserversorgung investieren. Zudem verursachen gesetzliche Anforderungen und Maßnahmen zur Steigerung der Versorgungssicherheit sowie zum verbesserten Schutz der Kritischen Infrastrukturen weitere Kosten. „Trinkwasserversorgung ist Daseinsvorsorge. Investitionen in unser Trinkwasser sind unabdingbar“, hält Dr. Andreas Thiel-Böhm fest.

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