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Ravensburg

OSK-Löschgruppe erleichtert Feuerwehr die Kriseneinsätze

Die neue Löschgruppe am EK mit dem Brandschutzbeauftragten Martin Stürzl-Rieger (vorne links). Bild: OSK

Mit einer neu gegründeten innerbetrieblichen Löschgruppe schafft die Oberschwabenklinik für das St. Elisabethen-Klinikum eine wichtige Verbindungsstelle zur örtlichen Feuerwehr. Bei Bränden oder anderen kritischen Situationen in einem Krankenhaus ist es für die Feuerwehr wichtig, sofort geeignete Ansprechpartner vor Ort zu haben. Diese Schnittstelle füllt die Löschgruppe künftig aus.

„Die örtliche Feuerwehr braucht im Ernstfall Ansprechpartner, die ihre Sprache verstehen und vor allem auch das Gebäude und die Infrastruktur des Krankenhauses bis ins Detail kennen“, sagt Martin Stürzl-Rieger, Leiter des Faciltiy-Managements und Brandschutzbeauftragter der OSK. Bei einer Übung zu Jahresbeginn habe sich erneut gezeigt, wie wichtig es für die Feuerwehr ist, schnelle und verlässliche Informationen aus dem Haus heraus zu erhalten. Daraus sei die Ideen geboren worden, innerbetrieblich eine Löschgruppe zu gründen.

Zum Start haben sich drei Frauen und zwölf Männer gemeldet, die mit zwei Ausnahmen alle bereits ehrenamtlich bei einer Feuerwehr im Landkreis oder aber beim Technischen Hilfswerk aktiv sind. Sie sind auch beim Einsatz in der OSK mit der bei den Feuerwehren üblichen Schutzkleidung ausgestattet. Alarmiert wird die Gruppe über die hausinterne telefonische Alarmanlage.

Den hausinternen Krisenstab der OSK, der in den Notfallhandbüchern für jeden Standort vorgesehen ist, wird es weiterhin geben. Dieser bearbeitet im Krisenfall jedoch vorwiegend medizinische und pflegerische Fragestellungen, die sich aus der jeweiligen Lagebeurteilung ergeben. Die Informationen über die Lage direkt am Brandort oder der technischen Krisenstelle erhält der Krisenstab unmittelbar von der Einsatzleitung der Feuerwehr. Mit der Löschgruppe gibt es künftig unmittelbar am Ort des Geschehens bereits die Kommunikationsmöglichkeit zwischen Feuerwehr und Experten aus dem Betrieb.

Zwölf bis 15 Mal im Jahr wird der Krisenstab am EK alarmiert. Anlässe sind nicht nur ausgelöste Brandmelder, sondern auch Stromausfälle oder jede Art anderer technischer Defekte mit drohenden Auswirkungen auf den Versorgungsbetrieb. In solchen Fällen wird auch künftig die Löschgruppe zu Hilfe gerufen. Von der innerbetrieblichen Löschgruppe erwartet sich die OSK aber auch eine präventive Wirkung, dass es durch den sehr schnellen Einsatz geschulter Leute erst gar nicht zu großen Krisenalarmierungen kommen muss.