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Ravensburg

Miriam von der Heydt leitet Netzwerk Demenz

Miriam von der Heydt hat die Leitung des Netzwerk Demenz übernommen. Foto: ZfP Südwürttemberg. Bild: ZfP  

Seit Anfang Juli ist Miriam von der Heydt neue Leiterin des Netzwerk Demenz im ZfP Südwürttemberg. Ein besonderes Anliegen ist ihr, die Gesellschaft mehr über Demenz aufzuklären und für die Erkrankung zu sensibilisieren.

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 „Die Leitung des Netzwerk Demenz ist für mich eine Herzensangelegenheit“ beschreibt Miriam von der Heydt ihre neue Aufgabe. Im Juli hat sie das Amt von ihrer Vorgängerin Marion Müller übernommen und ist seither unter anderem für die Fortbildungsreihen zum Thema Demenz zuständig. Die erste Reihe hat sie bereits auf den Weg gebracht – mit großer Resonanz. „Es besteht ein enormer Bedarf an Informationen und Fortbildungen“ berichtet von der Heydt. Das Netzwerk Demenz am Standort Weissenau ist ein Angebot des Landratsamts Ravensburg, das regelmäßig für pflegende Angehörige und Ehrenamtliche Fortbildungen zum Thema Demenz anbietet. Die Anknüpfung des Netzwerks ans ZfP ermöglicht von der Heydt, vor Ort eng mit Stationen und Angehörigen zusammenzuarbeiten und deren aktuellen Fortbildungsbedarf zu erkennen.

Als Leiterin organisiert und koordiniert von der Heydt Fortbildungsreihen. Dabei hat sie weniger eine beratende, sondern vielmehr eine „Lotsenfunktion“ und kann auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen: Die gebürtig aus Norddeutschland stammende von der Heydt hat sich bereits vor mehr als 20 Jahren nach einer Ausbildung beim Finanzamt für den sozialen Bereich entschieden. Ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte sie in Freiburg. Über Ludwigsburg kam sie nach Ravensburg, wo sie bis zu ihrem Wechsel ins ZfP viele Jahre als Pflegedienstleitung eines ambulanten Dienstes tätig war. Dabei stand sie unter anderem in engem Austausch mit Angehörigen von dementiell Erkrankten und erhielt so wertvolle Einblicke, welchen Bedarf diese an Beratungs- und Betreuungsangeboten haben. „Die ausgeschriebene Stelle bot mir die Chance, etwas Neues zu machen“, beschreibt die Mitvierzigerin ihre Motivation, sich zu bewerben. Sehr vielseitig seien die Aufgaben, optimal könne sie hier ihre Erfahrungen, Kontakte und eigene Vorstellungen einbringen. Schon jetzt hat die Leiterin weitere Ideen: Die Fortbildungen beispielsweise auf bestimmte Berufsgruppen ausweiten und so die Erkrankung in der Gesellschaft präsenter halten. Eng arbeitet sie hier mit Ehrenamtlichen, Nachbarschaftshilfen und anderen Einrichtungen des Landkreises zusammen. „Ich bin immer offen für Anfragen von außen – das Netzwerk lebt vom Austausch untereinander.“

Viele Berührungspunkte mit Demenz
 Besonders liegen von der Heydt die Angebote für Angehörige am Herzen. Nicht zuletzt deshalb, weil vor sechs Jahren ihre Mutter an Demenz erkrankt ist. „So habe ich einen anderen Bezug und viel Verständnis für die Belange von Angehörigen.“ Die Gruppe der Angehörigen nicht außen vor zu lassen, sondern Hilfe anzubieten und zu signalisieren „Sie sind nicht alleine!“ ist ihr ebenso wichtig, wie den an Demenz Erkrankten mehr Lebensqualität zu schenken. Empathie, Menschlichkeit und persönlich zu kommunizieren – all das prägt ihr Arbeiten. „Mein Wunsch ist, dass Demenz in der Gesellschaft besser angenommen wird, Menschen dafür sensibilisiert und über die Erkrankung aufgeklärt werden“, so von der Heydt. Und betont: „Wir müssen die ehrenamtliche Arbeit stärken, um die bevorstehenden Herausforderungen unserer Gesellschaft zu meistern  – sie ist ein essenzieller Teil des Netzwerk Demenz.“

Ehrenamtliches Engagement – ein Thema, das für die zweifache Mutter nicht nur im Beruf eine Rolle spielt: Von der Heydt engagiert sich in diversen Vereinen ihrer Heimatgemeinde und möchte im nächsten Jahr für den Gemeinderat kandidieren. In der Freizeit wie auch im Berufsleben begleitet sie als Pfadfinderin stets der Satz Sir Robert Baden–Powells, dem Begründer der Pfadfinderbewegung: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als Ihr sie vorgefunden habt.“ Und Ideen, diese Lebenseinstellung umzusetzen, gehen ihr so schnell nicht aus.

Das aktuelle Veranstaltungsprogramm finden Sie unter: www.zfp-web.de/netzwerk-demenz , die Anmeldung erfolgt per E-Mail an miriam.vonderheydt@zfp-zentrum.de oder telefonisch unter 0751/7601 2564.

 

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