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Heilig-Nacht-Sänger besuchen Stuttgarter Landtag

Jubiläumsfahrt der Heilig-Nacht-Sänger Ravensburg in den Stuttgarter Landtag. Am Rednerpult des Plenarsaales (Mitte) Vorsitzender Albert Erb, ganz rechts August Schuler (MdL), der die Exkursion organisiert hatte. Foto: MdL-Büro August Schuler

Auf „150 Jahre Heilig-Nacht-Sänger Ravensburg“ können 2019 die 25 Sangesbrüder um ihren Vorsitzenden Albert Erb und Ihren Dirigenten Wolfram Miller zurückblicken. Zu diesem Jubiläumsjahr erstellten die Sänger ein besonderes Programm. Sei es ein Sommerfest mit ihren Familien in der „Landwirtschaft“ in Berg-Bachmaier, ein Gedenkgottesdienst zur Erinnerung an die verstorbenen Sänger mit Pfarrer Dieter Sasser oder eine Jubiläumsausstellung mit Festakt und Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp im Heilig-Geist-Spital. Dazu eine Jubiläumsfahrt in die Landeshauptstadt Stuttgart. Auf dem Programm standen sowohl ein Besuch des Landtages von Baden-Württemberg sowie des Staatsministeriums in der Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten.

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Transparenz und Offenheit
Der Landtagsabgeordnete August Schuler organisierte die Stuttgart-Fahrt für seine Sängerbrüder mit ihren Familien. Im Landtag, dem „politischen Herz“ des Südwest-Staates standen die Architektur, der Plenarsaal und die parlamentarische Arbeit der Abgeordneten auf dem Programm. 1961 wurde das Haus des Landtags als erster Parlamentsneubau Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg eingeweiht. August Schuler betonte: „Die großen Glasfassaden symbolisieren die Transparenz der politischen Arbeit, vor allem Offenheit und Bürgernähe“. Von 2013 bis 2016 wurde das Gebäude generalsaniert. Während das Innere des Hauses auf den technisch neuesten Stand gebracht wurde, bekam der Plenarsaal Tageslicht durch große Glasfronten und Oberlicht-Augen. Die Außenfassade blieb aus Gründen des Denkmalschutzes nahezu unverändert. Im Jahr 2017 wurde das angrenzende Bürger- und Medienzentrum als Erweiterungsbau eröffnet. Inzwischen ist auch der „Raum der Stille“ fertiggestellt, in dem während der Plenarwochen für die Abgeordneten und Landtags-Mitarbeiter ökumenische Morgenandachten stattfinden. Der beauftragte Künstler Bernhard Huber (Esslingen) ist auch Schöpfer der neuen Kapelle im St. Elisabethen-Klinikum der OSK in Ravensburg.

Regierungszentrale des Landes
Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung der Villa Reitzenstein und ein Rundgang durch die dazugehörigen Parkanlagen. Die Regierungszentrale unseres Landes präsentierte zur Überraschung der Sängerbruderschaft eine gebürtige Ravensburgerin, die seit Jahrzehnten in Stuttgart wirkt. Mit hoher Sachkunde und großem Engagement erläuterte Frau Irene Mundel – Referentin für Entwicklungszusammenarbeit im Staatsministerium – die Geschichte, Architektur und die Persönlichkeiten der Villa auf der Stuttgarter Gänsheide. Die Villa ist von einem 2,5 Hektar großen Park umgeben, der regelmäßig für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet hat. Dabei gibt es auch botanische Führungen und kulturelle Veranstaltungen. Gobelinsaal, Bibliothek und Kabinettssaal gaben Einblicke in die politische Entwicklung des Landes. Den Kabinettssaal bezeichnete der ehemalige Ministerpräsident und spätere Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger einmal treffend als „Herzkammer der Landespolitik“. Hier finden unter Leitung des Ministerpräsidenten die wöchentlichen Kabinettssitzungen statt. Am großen ovalen Nussbaum-Tisch werden Gesetzesentwürfe, Verordnungen und Erlasse beraten und die politischen Weichenstellungen für das Land getroffen. Vorsitzender Albert Erb kommentierte zum Abschluss: „Die intensiven Einblicke in die Arbeit der Regierung und des Landtages stärken unser Vertrauen in die demokratischen Institutionen unseres Landes!“

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