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Landkreis RV Weingarten

Begleiteter Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand

Freuen sich über die gelungene Projektarbeit (von links): Alexandra Leeb, Leitung Personalentwicklung St. Elisabeth-Stiftung, Heike Ewert von der Hochschule Ravensburg-Weingarten, die drei Studentinnen Olivia Mair, Hannah Groiß und Karoline Klup sowie Veronika Leichtle und Rebecca Schuchardt von der St. Elisabeth-Stiftung. Foto: St. Elisabeth-Stiftung

BAD WALDSEE
Über 2.000 Menschen arbeiten bei der St. Elisabeth-Stiftung. Mehr als ein Drittel von ihnen geht in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Wie die Stiftung ihren angehenden Rentnerinnen und Rentnern einen guten Übergang in den Ruhestand bereiten kann, damit haben sich drei Studentinnen der RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten University of Applied Sciences in einer Projekt­arbeit befasst. Kürzlich haben sie ihre Ergebnisse präsentiert.

Hannah Groiß, Karoline Klup und Olivia Mair studieren im Masterstudiengang „Gesundheits- und Sozialwesen“. Im Mittelpunkt ihrer gemeinsamen Projektarbeit standen zum einen Recherchen in der Literatur. Sie haben gezeigt, dass die St. Elisabeth-Stiftung im Vergleich mit anderen großen Einrichtungen schon jetzt gut dasteht. Es gibt bereits attraktive Angebote für den Übergang in den Ruhestand. Außerdem haben die Studentinnen in einem Workshop sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gefragt. Dabei kristallisierten sich vor allem die Themenfelder  „Gesundheit“, „Entlastung“ und „Ehrenamtsmanagement“ heraus.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab dem 55. Lebensjahr empfehlen die Studentinnen regelmäßige Gesundheitsberatungen: Alle vier bis sechs Monate könnten sie individuell abgestimmt auf passende Sportkurse und Ernährungsberatung aufmerksam gemacht werden. Zusätzlich sinnvoll seien zweimal jährlich Gespräche mit Psychologen, um präventiv gegen psychische Erkrankungen oder psychische Überlastung vorzugehen. Interessante Angebote für die Altersgruppe ab 55 sind nach den Erkenntnissen der Studentinnen zum Beispiel Pilates, Yoga, Kreuzworträtseltreffen und Gedächtniskurse.

Das Stichwort  Entlastung betrifft vor allem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege. Die Studentinnen empfehlen ab dem Alter 55 regelmäßige Gespräche mit den Führungskräften über entsprechende Angebote. Spezielle Arbeitsbereiche für Ältere könnten ebenfalls zur Entlastung beitragen. Wichtig finden die Studentinnen auch, die jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Probleme der älteren zu sensibilisieren.

Das Stichwort Ehrenamtsmanagement steht für den Wunsch der älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre gesammelte Erfahrung an ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger weiterzugeben. Im Workshop zeigte sich außerdem, dass viele Ältere die St. Elisabeth-Stiftung auch im Ruhestand gern noch unterstützen wollen. Sie könnten als Ehrenamtliche an ihrer bisherigen Arbeitsstelle aktiv werden.

Alexandra Leeb, Leitung Personalentwicklung bei der St. Elisabeth-Stiftung, lobte die Arbeit der Studentinnen. Besonders beeindruckt haben sie die professionelle Vorbereitung und Durchführung des Workshops sowie die Handlungsempfehlungen. „Die Studierenden haben viele wertvolle Vorschläge gemacht, die wir kurz-, mittel- und langfristig im Unternehmen umsetzen möchten“, sagte Leeb. Sie dankte den Studentinnen für ihren engagierten Einsatz.