rv-news.de
Ravensburg

Ravensburgs frühe Geschichte: Dr. Birgit Kulessa stellt ihre Forschung vor

Die Stadt Ravensburg erhält einen neuen Blick auf ihre frühe Geschichte: Mit dem Archäologischen Stadtkataster liegt ein zweibändiges Werk vor, das zahlreiche archäologische Bodenfunde dokumentiert und zugleich als Arbeitsinstrument für Stadtplanung und Stadtsanierung dient. Die Buchpräsentation findet am Donnerstag, 2. Juli, um 19 Uhr im Schwörsaal statt. Dazu laden das Landesamt für Denkmalpflege und die Stadt Ravensburg ein.

- ANZEIGE-



Erarbeitet hat den Stadtkataster in den Jahren 2023 bis 2025 Dr. Birgit Kulessa vom Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen. Im Zuge ihrer Forschung gewann sie neue Erkenntnisse zur frühen Siedlungsentwicklung Ravensburgs. Ihre These: Der Ursprung der Stadtentwicklung sei nicht – wie bisher angenommen – auf der auf dem Veitsberg gelegenen Welfenburg zu suchen, sondern in einem archäologisch nachweisbaren frühmittelalterlichen Herrenhof im Bereich der oberen Marktstraße.

Unter dem Titel „Grubenhaus – Fronhof – Fernhandelsmetropole. Siedlungsentwicklung und Archäologie in Ravensburg“ stellt Dr. Kulessa ihre Ergebnisse im Rahmen einer Buchpräsentation bei der Veranstaltung vor. Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, welche archäologischen Zeugnisse unter der Oberfläche der Stadt liegen und was sie für die Erforschung der frühen Stadt- und Siedlungsgeschichte bedeuten.

Der Archäologische Stadtkataster ist nicht nur ein Beitrag zur Forschung, sondern auch eine nachhaltige Grundlage für das einvernehmliche Zusammenspiel von Denkmalpflege und Stadterneuerung.

Interessierte werden gebeten, sich bis zum 29. Juni 2026 per E-Mail an stadtarchiv@ravensburg.de zu der Veranstaltung anzumelden. Der Archäologische Stadtkataster ist im Buchhandel erhältlich und kann auch bei der Veranstaltung erworben werden.