rv-news.de
Ravensburg

1. Mai Kundgebungen in Ravensburg

Andreas Harnack, Regionalleiter der IG BAU in Baden Württemberg, ist Hauptredner der 1. Mai Kundgebungen in Ravensburg. Bild: DGB
- Anzeige -

Angesichts der bevorstehenden Wahlen zum europäischen Parlament ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund zu den Mai-Kundgebungen in diesem Jahr  unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“ auf. Die 1. Mai Kundgebung findet um 11:00 Uhr auf dem Marienplatz in Ravensburg statt. Hauptredner ist Andreas arnack, Regionalleiter der IG BAU in Baden-Württemberg.

Live-Musik  gibt es dieses Jahr von Georg „Schorsch“ Sattler. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Weitere Reden gibt es u.a. von Fridays for Future und dem Bündnis gegen Armut Ravensburg. Wir freuen uns auf viele Begegnungen und Diskussionen.

Die EU hat dafür gesorgt, dass wir in Europa seit Jahrzehnten in Frieden leben. Und sie hat für die Menschen in Deutschland und europaweit erhebliche Vorteile gebracht: Wir können frei in Europa reisen und arbeiten. Bei Arbeitszeiten, Urlaub, Mutterschutz und in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt schützt und erweitert die EU die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und auch wirtschaftlich profitiert Deutschland enorm von der Mitgliedschaft in der Europäischen Union.

Trotzdem erleben immer mehr Menschen, dass in der EU die Interessen der Märkte oft Vorrang haben vor sozialen Belangen. Und das, obwohl heute mehr denn je gilt: Nur eine gemeinsame und solidarische Politik für ganz Europa bringt uns weiter.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert deshalb: „Europa. Jetzt aber richtig!“ – das heißt: Die Menschen müssen im Mittelpunkt der europäischen Politik stehen. Die sozialen Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen Vorrang haben vor den Interessen der Unternehmen.

Wir fordern europaweite Standards für gute Arbeitsbedingungen statt Dumping-Wettbewerb zwischen den Mitgliedsstaaten mit prekärer Arbeit und niedrigen Löhnen. Wir brauchen mehr Tarifbindung in ganz Europa und armutsfeste Mindestlöhne. Wir brauchen eine EU-Gleichstellungsstrategie um endlich gleiche Chancen für Frauen und Männer zu gewährleisten. Wir fordern ein  ambitioniertes Programm für Investitionen für Europa, das Wachstum, Arbeitsplätze, Bildung und Infrastruktur für alle sichert und fördert. Europa muss zum Vorbild für eine faire Globalisierung werden. Dafür müssen internationale Standards für Arbeitnehmerrechte, Soziales, Umwelt- und Verbraucherschutz das Geschehen auf den Märkten bestimmen und nicht umgekehrt.

All das lässt sich in Europa nur gemeinsam und solidarisch erreichen. Die Rechtspopulisten und Nationalisten in Europa bieten hierfür keine Lösungen. Wir sagen Nein zu Intoleranz, Nationalismus, Rassismus und Rechtspopulismus.

Deswegen gehen wir am 1. Mai gemeinsam auf die Straße: Wir machen den Tag der Arbeit zum Tag der europäischen Solidarität. Und wir kämpfen gemeinsam für gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Fortschritt in Deutschland: für Gute Arbeit, gute Einkommen und Arbeitsbedingungen, mehr Tarifbindung und eine Rente, die für ein gutes Leben reicht.