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Ravensburgs erstes Baseballturnier

Bild: Raju Löffelholz

Wer schafft es auf die Base? Wer erzielt einen Punkt für seine Mannschaft? Wer schlägt die Bälle am weitesten? Darum ging es am vergangenen Wochenende auf dem Kunstrasenplatz des TSB Ravensburg. Dessen Baseball-Abteilung feierte dort 10 Jahre Vereinszugehörigkeit mit einem Turnier. Doch statt um den Sieg ging es den Teilnehmern vor allem um eines: Spaß zu haben.

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„Wir haben alle zusammen dazu beigetragen, Baseball zu einem Event zu machen. Es war ein Erlebniswochenende für unsere Gäste und auch für die eingeladenen Mannschaften. Genau das habe ich mir für die Leps so sehr gewünscht“, sagte Vorstandsmitglied Cindy Stumpe.

Rund 30 Gastspielerinnen und -spieler waren angereist, um am Turnier der Leprechauns teilzunehmen. Sie kamen aus Steinheim, einem Stadtteil von Memmingen, Gundelfingen an der Donau, Freiberg am Neckar und Heubach im Ostalbkreis.

Die rund 200 Zuschauer am Spielfeldrand und auf der Tribüne bekamen durch einige kurze, dynamische Spiele an beiden Festtagen einen Eindruck davon, worum es im Baseball geht: Die Mannschaft am Schlag versucht durch weit geschlagene, schwer zu fangende Bälle Punkte zu erzielen. Die Gegner wollen das verhindern, indem sie die geschlagenen Bälle aus der Luft fangen oder den Schlagmann auf dem Weg zur nächsten Base mit dem Ball taggen – bevor dieser eben „safe“ ist.

Selbst der Gründer der Leps, Mirko Wengrzik, der nicht mehr aktiv spielt, zog sich eines der grünen Trikots über und bewies mit soliden Schlägen, dass er es noch draufhat. „Es hat mich mit Stolz erfüllt, was ich an beiden Turniertagen gesehen und erlebt habe“, sagte Wengrzik. „Die Leps waren und sind einfach ein cooles Team. Ich habe mich sehr aufgehoben gefühlt.“

Doch auch als zusammengewürfelte Truppe mit ehemaligen sowie neuen Spielern schafften es die Leps am ersten Turniertag, sich gegen ihre Gäste durchzusetzen und zogen als Tagesbester ins Finale ein, gefolgt von den Red Phantoms aus Steinheim.

Der zweite Turniertag wurde mit einem Homerun Derby eröffnet. Die besten Schlagmänner zeigten dabei ihr Können und schlugen reihenweise die entspannt, von unten geworfene Bälle über die Spielbegrenzung hinaus. Vor dieser standen ihre Konkurrenten, die versuchten, die Bälle zu fangen. Daniel Ameel holte sich deutlich als bester in der ersten wie auch in der zweiten Runde den Sieg. Der 28-Jährige wurde anschließend auf einem roten Stoffteppich zum Derby-Sieger gekrönt – samt rotem Umgang und in Gold glänzender Krone.

Dass bei diesem Turnier der Spaß im Vordergrund stand, wurde auch durch diese kuriosen Szenen klar: Mit Strohhut statt Helm trat ein Spieler der Leps am Homerun Derby an. Eine Spielerin der Steinheimer lief zum Finalspiel im pinken Tutu aufs Feld. Ein anderes Mal flitzte einer der Leps mit grünem Kobold-Hut – ein wahrer Leprechaun eben – über das Spielfeld und brachte einem Spielerkollegen ein Eis. Kurz zuvor hatte spontan ein Eiswagen am Spielfeldrand gehalten. Im Finalspiel unterlagen die Leps jedoch ihren Gegnern aus Steinheim mit 3:9.

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