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Wirtschaft und Business

Fünf Kommunen erhalten Fördermittel für Gewerbegebiet-Breitband-Ausbau

Symbolbild: Kim Enderle

Fünf Kommunen erhalten Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Axel Müller begrüßt die neuen Bescheide, denn diesmal profitieren Gewerbegebiete vom Breitbandausbau: „Automatisierte Prozesse, Cloudlösungen, intelligente Mobilitätskonzepte und viele andere Anwendungen in der Industrie benötigen schnelles Internet. Das betrifft alt eingesessene Unternehmen, Aktiengesellschaften, Mittelständler, Start-Ups und Freiberufler in gleichem Maße. Dank schnellem Internet lassen sich heute Produkte realisieren, von denen man vor zehn oder 20 Jahren nur träumen konnte“, sagt der Bundestagsabgeordnete Müller. Er verweist auch auf den privaten Wohnraum: „Hier kommen so genannte Heimnetzwerke immer öfter zum Einsatz. Und immer mehr Geräte – von der Küchenmaschine, über den Staubsaugroboter bis zur Waschmaschine – sind mit WLAN ausgestattet und können vernetzt werden. Doch all diese Anwendungen machen nur Sinn und bieten einen Mehrwert, wenn tatsächlich auch flächendeckend Internet mit hohen Bandbreiten zur Verfügung steht“, so Müller weiter.

CDU/CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag festgelegt, dass mit Hilfe des Breitbandförderprogramms des Bundes bis Ende 2025 deutschlandweit flächendeckend Gigabit-Netze  geschaffen werden sollen. Dank Glasfaserkabel soll dann eine Bandbreite von bis zu 1 Gigabit erreicht  werden. Mit dem Sonderaufruf Gewerbe- und Industriegebiete sollen gemäß der Förderrichtlinie  insbesondere Infrastrukturprojekte unterstützt werden. Der Förderhöchstbetrag beträgt 30 Millionen Euro pro Projekt.

Bei den fünf Kommunen, in denen der Breitbandausbau in den Gewerbegebieten vorangetrieben werden soll, übernimmt der Bund mit seiner Förderzusage jeweils 50 Prozent der Kosten.

In folgenden Gewerbegebieten wird der Breitbandausbau gefördert:

Eine Kostenschätzung hat ergeben, dass der Ausbau mit Glasfaserkabel im Gewerbegebiet von Baienfurt 2.000.000 Euro kosten wird. Laut Förderbescheid kommt der Bund für 1.000.000 Euro auf.

In Grünkraut erhält das Gewerbegebiet „Gullen“ schnelles Internet. Der Bund übernimmt 350.000 Euro der Gesamtkosten in Höhe von 700.000 Euro.

Die Gewerbegebiete von Horgenzell und Hasenweiler profitieren ebenfalls von Bundesfördermitteln in Höhe von 247.598 Euro bei Gesamtkosten in Höhe von 495.196 Euro.

In den zur Gemeinde Schlier gehörenden Gewerbegebieten von Unterankenreute und Wetzisreute soll der Anschluss an das Gigabitnetz 615.798 Euro kosten. Bei einer Förderquote von 50 Prozent übernimmt der Bund 307.899 Euro.

Das Gewerbegebiet „Hohe Stauden“ in Wolpertswende und das Gewerbegebiet in Mochenwangen werden ebenfalls an das Breitband-Internet angeschlossen. Von den 496.661 Euro Kosten trägt der Bund 248.330 Euro.

„Ich freue mich über die zügige Bewilligung der Bundesmittel“, sagt Roland Fuchs, Geschäftsführer des Zweckverbands Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg. „Ein hochleistungsfähiger Zugang zum Internet dient der Standortsicherung, schafft Arbeitsplätze und steigert die Attraktivität eines Gewerbegebietes. Und wenn sich viele Firmen niederlassen, kommt das natürlich auch den Kommunen zugute, da sie auf die Einnahme von Gewerbesteuern angewiesen sind. Die Förderbescheide für Baienfurt, Grünkraut, Horgenzell, Schlier und Wolpertswende sind eine positive Nachricht für alle durch die Corona-Pandemie gebeutelten Unternehmen und Kommunen“, fügt Roland Fuchs hinzu.

Nach der Förderzusagen folgen nun die Ausschreibungen der Ingenieurs-Dienstleistungen, der Bauleistungen und die weitere Planung. Voraussichtlich bis zum Jahresende 2024 wird der Breitbandausbau in den genannten Gewerbegebieten abgeschlossen sein.