Die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) und die Stadt Bad Wurzach haben im Juni den Vertrag über ein Photovoltaik-Pachtmodell mit einer Laufzeit von 18 Jahren unterzeichnet. Jedes Jahr sollen jetzt rund 200 Kilowatt-Peak zusätzliche Leistung installiert werden. Die Voraussetzungen dafür sind gut: Als flächenmäßig drittgrößte Kommune Baden-Württembergs verfügt Bad Wurzach über zahlreiche geeignete Dachflächen von Schulen und Mehrzweckhallen über Verwaltungsgebäude bis hin zu Feuerwehrhäusern.
Die TWS plant, finanziert und errichtet die Anlagen auf den städtischen Gebäuden. Die Stadt pachtet die Anlagen und nutzt den erzeugten Strom direkt vor Ort zum Beispiel in Verwaltungsgebäuden oder Turnhallen. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist, die Einspeisevergütung erhält die Stadt. „Der Vorteil des Pachtmodells besteht vor allem darin, dass keine hohen Anfangsinvestitionen fällig werden und die Kosten für die kommenden Jahre gut planbar sind. Den günstigen Solarstrom kann die Stadt selbst nutzen oder von der Einspeisung profitieren“, so Robert Sommer, Bereichsleiter Markt der TWS.
Bad Wurzach setzt auf Klimaschutz
Schon heute betreibt Bad Wurzach mehrere Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden und hat allein 2025 auf fünf kommunalen Liegenschaften insgesamt 168 Kilowatt-Peak installiert. „Gemeinsam mit der TWS wollen wir diesen Ausbau jetzt verstetigen. Wir sehen darin einen wichtigen Schritt, um unsere Verwaltung klimaneutral aufzustellen“, so Bürgermeisterin Alexandra Scherer, die sich aktiv für das Pachtmodell eingesetzt hatte. Der Gemeinderat gab dafür im März 2026 einstimmig grünes Licht. Bereits vor zehn Jahren war die Stadt dem Klimaschutzpakt Baden-Württemberg beigetreten. 2025 wurde Bad Wurzach mit dem European Energy Award ausgezeichnet, einem europäischen Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Gemeinden.


