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Ravensburg

Berufsbildungswerk Adolf Aich verabschiedet rund 250 junge Menschen

Absolventin Zippora Lutz (5. v. l.) schloss als Raumausstatterin in ihrer Klasse mit Auszeichnung ab und feierte mit ihrer Mit-Auszubildenden und ihrem gesamten Reha-Team auf dem roten Teppich. Bild: Stiftung Liebenau

In drei Feiern innerhalb weniger Tage hat das Berufsbildungswerk (BBW) Adolf Aich der Stiftung Liebenau Ende Juli seine Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2026 verabschiedet. Rund 250 junge Menschen feierten im BBW in Ravensburg ihren Abschluss, begleitet von Familien, Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Agentur für Arbeit, der IHK und der Handwerkskammer. Für viele der Absolventinnen und Absolventen war der Weg ins Berufsleben ohne die individuelle Unterstützung durch das BBW nicht ohne weiteres möglich gewesen. Mit dem Abschluss stehen sie als ausgebildete Fachkräfte in Berufen zur Verfügung, in denen Betriebe der Region dringend Nachwuchs suchen.

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107 neue Fachkräfte mit Ausbildung im Rucksack
Bei den Abschiedsfeiern überraschte BBW-Geschäftsführer Christian Braun mit einem Rucksack als Symbol für die gesammelten Erfahrungen auf dem persönlichen Weg der Absolventinnen und Absolventen. In seinem Grußwort beschrieb er, wie zu Beginn der Ausbildung oft Unsicherheiten, Fragen und Ängste den „Rucksack“ füllten. Im Laufe der Ausbildungszeit seien viele dieser Belastungen abgelegt und durch wertvolle Erfahrungen ersetzt worden: neues Wissen, Freundschaften und gestärktes Selbstvertrauen. In der von Monika Kordula, Abteilungsleiterin Ausbildung & Qualifizierung, moderierten Feier betonte Braun: „Ihr Berufsabschluss bleibt ein Leben lang in Ihrem Rucksack.“ Damit hob er die nachhaltige Bedeutung des erreichten Abschlusses für den weiteren Lebensweg hervor.

Lange Liste mit guten Ratschlägen
Für den Rede-Auftakt sorgte Anke Traber, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg: „Machen Sie jeden Tag etwas, wovor Sie Angst haben“, so Traber, und weiter: „Fühlen Sie sich nicht schuldig, wenn Sie heute noch nicht genau wissen, was Sie aus Ihrem Leben machen wollen.“ Schulleiter Klaus Hagmann gab den Absolventinnen und Absolventen ein Zitat von Nelson Mandela mit auf den Weg: „Ich verliere nie. Entweder ich gewinne oder ich lerne.“ Bildungsbegleiter Oliver Schweizer machte deutlich, dass die Verbindung zum BBW mit dem Abschluss nicht endet: „Wir sind immer für euch da.“ Teilnehmendenvertreter Niklas Noack fasste aus Sicht der Absolventinnen und Absolventen zusammen: „Aus manchem ‚Wie heißt du eigentlich?‘ wurde recht schnell eine richtig gute Freundschaft.“ Co-moderiert wurde die Feier von Nicola Markiewiez, Auszubildender im ersten Ausbildungsjahr im Bereich Fahrzeugtechnik.

Rund 150 Teilnehmende aus der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme verabschiedet
Den Abschluss der Feierserie gestalteten die rund 150 Teilnehmenden der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB), einer einjährigen Berufsorientierung. Neun von ihnen erwarben während der BvB ihren Hauptschulabschluss. Sie beschrieben die BvB-Zeit kurz als „hilfreich“, „informativ“, „manchmal verrückt“ – und vor allem als „besser, als ich gedacht habe“, was BvB-Leiter Ludwig Speidler humorvoll als schwäbisches Lob verstand. Er dankte allen Mitwirkenden für ein aktionsreiches Jahr, das unter anderem einen Hüttenaufenthalt, eine Exkursion zu einer Picasso-Ausstellung und den Bau einer zehn Meter langen Drachenskulptur für den Ravensburger Lichterfest-Umzug beinhaltete.

Ein Rucksack voller Möglichkeiten
Ob nach einer Berufsausbildung oder einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme: Alle Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2026 verlassen das Berufsbildungswerk mit einem Meilenstein im Gepäck, neuen Kompetenzen und einem Netzwerk, das sie auch über die Ausbildungszeit hinaus begleitet. Für die Region bedeutet das über 250 Nachwuchskräfte mehr.