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Ravensburg

Tradition verbindet Generationen im Haus am Mehlsack

Bild: Alpenland Pflege

Wenn in Ravensburg der erste Böllerschuss das Rutenfest eröffnet, ist das für viele Menschen weit mehr als der Beginn eines Stadtfestes – es ist ein Stück Heimat. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims Haus am Mehlsack gehört der Besuch des traditionellen Rutenfestzugs am Rutenmontag seit vielen Jahren fest zum Jahreskalender. Auch in diesem Juli ließ sich die Einrichtung dieses besondere Erlebnis nicht entgehen und sorgte dafür, dass die Seniorinnen und Senioren das größte Heimatfest der Region aus nächster Nähe miterleben konnten.

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Für die Einrichtungsleiterin Antje Kasparek ist die Teilnahme am Rutenfest weit mehr als ein gemeinsamer Ausflug. „Das Rutenfest ist für viele unserer Bewohnerinnen und Bewohner eng mit ihrer eigenen Lebensgeschichte verbunden. Viele sind in Ravensburg oder der Region aufgewachsen und verbinden mit diesem Fest Kindheitserinnerungen, Familienerlebnisse und unvergessliche Momente.“

Beste Plätze – mitten in der Stadt
Damit die Bewohnerinnen und Bewohner den Festzug geschützt und bequem verfolgen konnten, waren die Haustechniker bereits in den frühen Morgenstunden im Einsatz. Mit zwei Pavillons, Stühlen und Proviant im Lieferwagen machten sie sich auf den Weg zum Untertor, um in dessen Nähe die Tribünen rechtzeitig herzurichten. Die schattenspendenden Überdachungen boten den Seniorinnen und Senioren angenehmen Schutz vor der Sommersonne und schufen beste Voraussetzungen für einen unbeschwerten Festtag.

Gerade in der Betreuung älterer Menschen spielt das Anknüpfen an vertraute Rituale und positive Erinnerungen eine bedeutende Rolle. „Das Feiern des Rutenfestes ist für uns auch ein Stück Biografiearbeit, indem wir Erinnerungen lebendig halten und Identität stärken. Diese positiven Emotionen fördern das Wohlbefinden, und wir verstehen solche Erlebnisse als wichtigen Bestandteil eines aktiven und lebensnahen Alltags.“

So sieht es auch die 79-jährige Bewohnerin Rita Nußbaum, die ganz zum Schluss noch ein besonderes Geschenk erhielt: „Der Oberbürgermeister lief traditionell als letzter Teilnehmer mit und hatte sogar noch eine Blume für mich übrig. Die bekommt in meinem Zimmer einen Ehrenplatz neben dem Rutenfestbild“, sagte sie freudestrahlend.