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Ravensburg mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Gold ausgezeichnet

Auszeichnungsfeier "Label StadtGrün naturnah" in Gold an die Stadt Ravensburg im Düsseldorfer Rathaus. Von links: Robert Spreter (Geschäftsführer Kommunen für biologische Vielfalt e.V.), Martin Goes und Blanka Rundel (Umweltamt Stadt Ravensburg), Prof. Dr. Harald Kächele (Bundesvorsitzender Deutsche Umwelthilfe). Bild: Lars Heidrich, Kommunen für biologische Vielfalt)

Blühwiesen für Wildbienen statt kurz geschorener Vielschnittrasen und eintöniger Bodendeckerflächen. Stadtbäume, die so gepflegt werden, dass sie altern können statt gefällt und ersetzt zu werden. Dies sind nur einige von vielen Maßnahmen, mit denen Städte und Gemeinden Punkte für das Label „StadtGrün naturnah“ sammeln können. Die begehrte Auszeichnung wird seit vier Jahren vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der Deutschen Umwelthilfe im Rahmen des Projektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ vergeben. Am 15. September wurden die 15 neu gelabelten Kommunen bekannt gegeben. Die Zahl der zertifizierten Städte und Gemeinden steigt damit auf insgesamt 49 – mit zusammen rund 6,5 Mio. Einwohnenden. Die Stadt Ravensburg wurde mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Gold ausgezeichnet.

Einen würdigeren Ort kann man sich kaum vorstellen: Im Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses erfolgte am Mittwoch, den 15. September vor rund 80 Teilnehmenden in feierlichem Rahmen und unter Einhaltung der Abstandsregeln die offizielle Übergabe der „StadtGrün naturnah“-Labels an die anwesenden Delegierten der frisch zertifizierten Städte und Gemeinden.

„Diese 15 Kommunen haben eines gemeinsam: Sie sind ganz vorne mit dabei, wenn es um naturnahes Stadtgrün geht.“, sagt Janos Wieland von der Deutschen Umwelthilfe. „Dass dies kein Selbstzweck ist, hat sich gerade in Zeiten von Corona wieder gezeigt: Während der Pandemie waren wohnortnahe Parks und Grünflächen für viele Menschen die einzige Möglichkeit, sich draußen aufzuhalten. Und naturnahes städtisches Grün kann noch mehr: Es ist ein wichtiger Baustein für die Anpassung an den Klimawandel und beherbergt zudem zahlreiche Tiere und Pflanzen.“

„Viele Städte und Gemeinden erkennen gerade, dass sie naturnahes Stadtgrün brauchen, um zukunftsfähig zu werden.“ sagt auch Gerold Rechle, Vorsitzender des Bündnisses „Kommunen für biologische Vielfalt“ und Bürgermeister der Stadt Laupheim. „Der Prozess, der während des Labelverfahrens durchlaufen wird, trägt dazu bei, Flächen zu identifizieren und aktive Personen in den Kommunen zusammenzubringen. Die Kommunen berichten uns immer wieder begeistert davon, wie positiv die Effekte durch die Teilnahme sind.“

Ravensburg punktete unter anderem mit der Schussenrenaturierung und mit dem vom Gemeinderat beschlossenen Konzept zur Förderung der Streuobstwiesen. In der Laudatio wurde außerdem die ökologische Aufwertung des Hauptfriedhofs und der vorbildliche Umgang mit Straßen- und Stadtbäumen hervorgehoben.

Das Projekt „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

 

 

 

 

 

 

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