Zwischenzeitlich in Untersuchungshaft sitzt ein 74-jähriger Mann, dem vorgeworfen wird, durch eine Brandlegung am Mittwoch vergangener Woche in einem Wohnheim in der Frisonistraße mehrere Mitbewohner in Lebensgefahr gebracht zu haben. Den bisherigen kriminalpolizeilichen Ermittlungen zufolge soll der Senior zur Mittagszeit aus bislang nicht bekanntem Grund eine Schreibtischschublade seines Zimmers entzündet haben.
Durch das sich entwickelnde Feuer und den entstehenden Brandrauch wurde ein akustischer Rauchmelder ausgelöst. Einer dadurch alarmierten Mitarbeiterin gelang es schließlich, die Flammen noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr mit Wasser zu löschen. Nur diesem schnellen Eingreifen dürfte es zu verdanken sein, dass weitere auf dem Stockwerk wohnende und teils bettlägerige Personen der angrenzenden Zimmer nicht verletzt wurden. Aufgrund der Tatumstände wurde seitens der Staatsanwaltschaft Ravensburg beim zuständigen Amtsgericht ein Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, der versuchten schweren Brandstiftung sowie der versuchten Brandstiftung mit Todesfolgen gegen den 74-jährigen Deutschen beantragt. Dieser wurde bei der Vorführung des Beschuldigten am 25.06.26 durch den Haftrichter erlassen und in Vollzug gesetzt. Im Anschluss wurde der dringend Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.


