rv-news.de
Top-ThemaWirtschaft und Business

Martin Buck als IHK-Präsident wiedergewählt

Das Präsidium der IHK Bodensee-Oberschwaben (von links): Dr. Johannes Bix, Marcus Thommel, Dr. Hanna-Vera Müller, Martin Buck, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sönke Voss, Roman Brenner, Uwe Harzmann und Ralph Winterhalter. Bild: IHK/Stefan Trautmann

Die neue Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben konstituiert sich in Weingarten. Martin Buck wurde als IHK-Präsident wiedergewählt. „Die aktuelle Sitzungsperiode der IHK wird von großen wirtschaftlichen Umbrüchen geprägt sein“, sagt er.

- Anzeige -
2405033_banner_700x100_v02


- Anzeige -
Jetzt bewerben!


Inmitten einer Phase großer Umbrüche für die deutsche Wirtschaft tagte am Mittwoch in Weingarten die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK). Das „Parlament der Wirtschaft“ war im Mai von über 40.000 Mitgliedsunternehmen neu gewählt worden und vertritt nun bis 2028 die Interessen von Industrie, Handel und Gewerbe aus den drei Landkreisen Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen.

Martin Buck, Vorstandsvorsitzender der ifm aus Tettnang, wurde als Präsident wiedergewählt und tritt nun seine zweite Amtszeit an. Auch das Präsidium der IHK wurde an vier Stellen im Amt bestätigt. Zwei Präsidiumsmitglieder aus dem Landkreis Sigmaringen schieden aus, an ihrer Stelle wurden zwei neue Wirtschaftsvertreter aus dem selben Landkreis wiedergewählt. Das Präsidium der IHK besteht nun aus Präsident Martin Buck, Vizepräsidentin Dr. Hanna-Vera Müller (AMF Auto-Müller, Friedrichshafen) und den Vizepräsidenten Ralph Winterhalter (Winterhalter Gastronom, Meckenbeuren), Roman Brenner (SüdwestRing Versicherungsmakler, Weingarten), Marcus Thommel (Thommel Industrie- und Handwerkerbedarf, Ravensburg), Dr. Johannes Bix (Bix Beschichtungen, Meßkirch) und Uwe Harzmann (optigrün international, Krauchenwies).

In seiner Begrüßungsrede an die neue Vollversammlung stimmte Präsident Buck die Vollversammlungsmitglieder auf fünf Jahre ein, in denen es „uns mit Sicherheit nicht langweilig“ werde. Als die drei größten Trendthemen ermittelte er dabei den demographischen Wandel mit dem dadurch mit ausgelösten Fach- und Arbeitskräftemangel, die geopolitischen Spannungen, die zu explodierenden Energiepreisen geführt hätten und die Unternehmen zwängen, ihre Lieferketten gründlich zu diversifizieren, und das Thema Nachhaltigkeit, das seinerseits eine ganze Reihe von Transformationsprozessen mit sich bringe.

„Es gibt erste Anzeichen, dass unser Wohlstand nicht mehr der Selbstläufer ist, der er einst zu sein schien“, mahnte der Unternehmer. Das Wirtschaftswachstum stagniere, ausländische Direktinvestitionen gingen zurück und in Indizes, die die Wettbewerbsfähigkeit messen, rutsche Deutschland ins Mittelfeld oder gar in die Schlussgruppe ab. „Das Bild ist mit Sicherheit nicht ganz so schwarz, wie es die extremsten Stimmen aktuell zeichnen. Wir brauchen aber einen Wandel in Politik und Gesellschaft, der wieder den Willen bekundet, sich dem internationalen Wettbewerb zu stellen, Innovationen zu ermöglichen und nicht nur alles zu verwalten.“ Die Wirtschaft in der Region Bodensee-Oberschwaben, die zu den innovativsten in ganz Europa gehöre, die den Wandel entscheidend prägen könne und auch wolle, drohe abgewürgt zu werden. „Wir wünschen uns eine Politik, die die Wirtschaft nicht nur als Mittel zum Zweck, als etwas, dem über enge Regularien der richtige Weg gewiesen werden muss, oder schlimmstenfalls als Gegner betrachtet, sondern eine Politik, die bis ans Ende durchdachte Lösungen und Rahmenbedingungen bietet und diese aktiv und partnerschaftlich mit uns gemeinsam sucht.“ Er sei überzeugt: „Über wenige, aber gute Rahmensetzungen lässt sich unsere ganze Innovations- und Schaffenskraft entfesseln.“ Buck lobte dabei die bereits jetzt guten, von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Kontakte zur regionalen Politik über die ganze Parteienlandschaft hinweg. „Wir werden uns auch weiterhin konstruktiv und kritisch zu Wort melden.“

 

 

 

Print Friendly, PDF & Email