Die Stadt Ravensburg richtet ihre Veranstaltungsstrategie in der Innenstadt neu aus: Der Gemeinderat hat am 22. Juni beschlossen, zentrale Formate weiterhin durchzuführen, die beiden städtisch organisierten Flohmärkte jedoch anzupassen. Künftig wird der Flohmarkt im August nicht mehr von der Stadt organisiert und wird somit nicht mehr in der Innenstadt stattfinden; der Flohmarkt im Mai bleibt erhalten.
Hintergrund der Entscheidung sind gestiegene Anforderungen an Sicherheits- und Organisationskonzepte sowie die Haushaltskonsolidierung. Ziel ist es, die Innenstadt weiterhin zu beleben und vorhandene personelle und finanzielle Ressourcen gezielt einzusetzen.
Gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum Pro Ravensburg organisiert die Stadt jährlich zahlreiche Veranstaltungen. Eine Überprüfung sollte klären, welche Formate besonders zur Attraktivität der Innenstadt beitragen und langfristig erhalten bleiben sollen.
Im Ergebnis setzt die Stadt weiterhin auf etablierte Angebote: Der Christkindlesmarkt, zwei verkaufsoffene Sonntage, eine lange Einkaufsnacht, das Weinfest „Brot und Wein“, der Ostermarkt sowie der Kunst- und Handwerkermarkt bleiben bestehen. Diese Formate sorgen für eine hohe Besucherfrequenz und stärken Einzelhandel und Gastronomie.
Vor allem der Christkindlesmarkt hat eine herausragende Bedeutung, da er auch überregionale Gäste anzieht und den innerstädtischen Handel deutlich stärkt. Ebenso sorgen verkaufsoffene Sonntage und die lange Einkaufsnacht für eine spürbare Belebung der Innenstadt. Die Formate „Brot und Wein“, Ostermarkt sowie der Kunst- und Handwerkermarkt haben sich zudem als wichtige Veranstaltungsformate für Besucher aus Ravensburg und der Umgebung etabliert und tragen zur Einbindung lokaler Akteure sowie zur Belebung einzelner Stadtbereiche bei.
Anders bewertet wurden die Flohmärkte: Sie haben vor allem lokale Bedeutung, entfalten nur begrenzte überregionale Wirkung und tragen nach Einschätzung der Stadtverwaltung weniger zur Stärkung von Handel und Gastronomie bei als die anderen Veranstaltungsformate. Zudem schränken neue Sicherheitsvorgaben die nutzbaren Flächen in der Altstadt deutlich ein.
Vor diesem Hintergrund wird der August-Flohmarkt künftig nicht mehr städtisch organisiert. Der Mai-Flohmarkt wird zukünftig weiterhin in der Innenstadt stattfinden, wird jedoch zeitlich jeweils so angepasst, dass er nicht am gleichen Tag wie der überregional bekannte Riedlinger Flohmarkt stattfindet.
Mit der Neuausrichtung konzentriert sich die Stadt auf besonders wirkungsstarke Veranstaltungen. Ziel ist es, die Innenstadt nachhaltig zu stärken und die verfügbaren Ressourcen effizient einzusetzen.


