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Felix Pusch kämpft sich bis ins Finale des Cracow Open 2026

Felix Pusch. Bild: TSB Ravensburg

Mit einer beeindruckenden Leistung beim international stark besetzten Cracow Open 2026 im polnischen Krakau hat sich Felix Pusch vom TSB Ravensburg am vergangenen Samstag in der Altersklasse MU14 bis 60 Kilogramm die Silbermedaille gesichert. Der zweite Platz ist umso bemerkenswerter, da Felix in den Wochen vor dem Turnier enorme Einsatzbereitschaft zeigte und selbst während der Sommerferien konsequent trainierte.

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Die intensive Vorbereitung zahlte sich nun bei einem der größten Nachwuchsturniere Osteuropas aus. Bereits der Auftaktkampf gegen den Polen Filip Juszczynski (SameJudo) entwickelte sich zu einer echten Bewährungsprobe. Zwar hatte Felix über weite Strecken leichte Vorteile und bestimmte das Kampfgeschehen, dennoch gelang es ihm zunächst nicht, seine Chancen in eine Wertung umzusetzen. Die Entscheidung fiel erst zehn Sekunden vor Ablauf der regulären Kampfzeit: Nach einem cleveren Konter setzte Felix seinen Gegner entscheidend um und wurde dafür mit einem Waza-Ari belohnt. Ein Sieg zum Auftakt, der zwar erfolgreich verlief, aber bereits zeigte, wie umkämpft das Turnier werden würde.

Im Viertelfinale traf Felix auf den Ukrainer Kyrylo Sliusar vom Dnipro Judo Okami Club. Hier zeigte der TSB-Kämpfer seine technische Klasse. Zunächst setzte er seinen Gegner mit einem starken Ippon-Seoi-Nage-Angriff nach vorne unter Druck. Als dieser reagierte, nutzte Felix die Bewegung perfekt aus und kombinierte unmittelbar mit einem Ko-Uchi-Gari nach hinten. Dies brachte ihm nach knapp zwei Minuten den vorzeitigen Sieg und den Einzug ins Halbfinale.

Dort wartete mit Yevhenii Shevchuk (Dynamo, Ukraine) der nächste starke Gegner. Beide Athleten begegneten sich auf Augenhöhe und lieferten sich ein taktisch geprägtes Duell. Nach Ablauf der regulären Kampfzeit stand es weiterhin unentschieden, sodass der Kampf im Golden Score entschieden werden musste. In dieser Drucksituation bewies Felix Nervenstärke. Mit einer spektakulären Ura-Nage-Technik gelang ihm die entscheidende Wertung und damit der viel umjubelte Einzug ins Finale.

Im Endkampf stand Felix schließlich dem späteren Turniersieger Zakhar Tsapin (Dynamo, Ukraine) gegenüber. Nach seinem starken Turnierverlauf ging der Ravensburger selbstbewusst auf die Matte, konnte seinen Kampfplan jedoch nicht optimal umsetzen. Taktisch agierte Felix zunächst etwas zu passiv und ließ sich von einer Fußtechnik seines Gegners überraschen. Im anschließenden Bodenkampf gelang es Tsapin, eine Kesa-Gatame-Festhalte anzusetzen und den Kampf vorzeitig für sich zu entscheiden.

Trotz der Finalniederlage überwog am Ende die Freude über einen herausragenden Wettkampftag. Mit drei Siegen, darunter zwei technisch anspruchsvolle und spektakuläre Erfolge im Viertel- und Halbfinale,  emonstrierte Felix eindrucksvoll sein aktuelles Leistungsniveau. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass dieser Erfolg nicht zufällig zustande kam. Während andere die Sommerferien zur Erholung nutzten, investierte Felix viele zusätzliche Trainingseinheiten, arbeitete konsequent an Technik, Athletik und Wettkampfhärte und stellte sich immer wieder starken Trainingspartnern. Die Silbermedaille von Krakau ist somit auch die verdiente Belohnung für Wochen harter Arbeit.

Für den TSB Ravensburg stellt der zweite Platz beim Cracow Open einen weiteren Beleg für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit dar. Für Felix wiederum ist die Silbermedaille ein wichtiger Meilenstein auf seinem sportlichen Weg und gleichzeitig eine Motivation, die Erkenntnisse aus dem Finale in die weitere Entwicklung einfließen zu lassen.

Endergebnis MU14 bis 60 kg

  • Zakhar Tsapin (Dynamo, Ukraine)
  • Felix Pusch (TSB Ravensburg, Deutschland)
  • Yevhenii Shevchuk (Dynamo, Ukraine)
  • Kyrylo Sliusar (Dnipro Judo Okami, Ukraine)