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Ravensburg

Chefarzt Dr. Andreas Artlich und Stiftung Valentina setzen sich für PalliKJUR ein

Mit Videos, die im Ravensburger St. Elisabethen-Klinikum gedreht wurden und auf Social Media veröffentlicht werden, möchte Stiftungsrat Kurt Peter von der Stiftung Valentina auf das Schicksal sterbenskranker Kinder aufmerksam machen und das Projekt PalliKJUR, das auch von der Kinderklinik am EK und der Oberschwabenklinik unterstützt wird.

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Der Wangener und seine Frau Renate mussten im April 2016 den Tod ihrer Tochter Valentina verkraften, die nach langem Kampf an einem aggressiven Knochentumor starb. Seither setzt sich die Familie Peter für die bestmögliche Versorgung krebs- und leukämiekranker Kinder in der Region ein und sammelt Geld, um mit ihrer Stiftung medizinische und caritative Projekte zu unterstützen. Insbesondere die Palliativversorgung für Kinder, die aufgrund der Schwere ihrer Krankheit nicht mehr gerettet werden können, ist der Familie ein Anliegen.

Größtes Projekt der Stiftung ist das mobile Kinderpalliativteam PalliKJUR, eine spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung (SAPPV), die eng mit den Kinderkliniken der Uniklinik Ulm und der Oberschwabenklinik zusammenarbeitet. Schwerstkranke Kinder und Jugendliche zwischen Freiburg und München werden von diesem Team medizinisch und palliativ begleitet, zu Hause, damit die Kinder möglichst viel Zeit in ihrer vertrauten Umgebung bei ihren Familien verbringen können. PalliKJUR steht nicht nur für eine optimale medizinische und intensivpflegerische Versorgung, sondern auch für die ganzheitliche Begleitung der gesamten Familie.

PD Dr. Andreas Artlich, seit 24 Jahren Chefarzt der Kinderklinik am St. Elisabethen-Klinikum, ist dankbar für die Kooperation mit der Uniklinik Ulm, dem Team PalliKJUR und der Stiftung Valentina. Das Einzugsgebiet der Kinderklinik ist enorm groß: In den vier Landkreisen Ravensburg, dem Bodenseekreis, Sigmaringen und Biberach, aus denen die Patienten im EK überwiegend kommen, leben laut Chefarzt etwa 154.000 Kinder und Jugendliche. „Wenn sie ernst krank werden, kommen sie in erster Linie zu uns“, sagt Dr. Artlich. „Unsere Aufgabe ist, eine exakte Diagnose zu stellen und dann zu entscheiden, wo Eltern und Kinder das richtige Versorgungsangebot finden. Wer kümmert sich darum, dass die Patienten gesund werden? Das sind in den meisten Fällen wir, manchmal, wenn es um bösartige Erkrankungen geht, auch die Unikliniken in Ulm oder Tübingen.“

Extrem selten könnten Kinderärzte einem Patienten nicht oder nicht mehr helfen, dann sei die Frage: Wo darf er oder sie sterben, wo findet die Familie ein begleitendes Angebot auf diesem letzten Weg? „Weil diese Fälle glücklicherweise sehr selten sind, haben wir uns vor Jahren überlegt: Könnten wir eine solche Palliativversorgung nicht gemeinsam mit anderen organisieren? Denn hier geht es auch darum, dass man rund um die Uhr für die Familie erreichbar ist“, sagt Dr. Artlich. „In Prof. Dr. Daniel Steinbach, Oberarzt und Leiter der Kinder-Hämatologie, Onkologie und von PalliKJUR an der Uniklinik Ulm, haben wir einen tollen Partner gefunden, der vom Geist der Versorgung her genauso denkt wie wir. Wir sind deshalb sehr froh darüber, dass wir  jetzt schon seit vielen Jahren dieses Palliativprojekt hier in der Region Bodensee-Oberschwaben begleiten und unterstützen können.“

PalliKJUR organisiert und koordiniert die Versorgung vor Ort und arbeitet eng mit Pflegediensten, niedergelassenen Ärzten/innen, ambulanten und stationären Hospizdiensten sowie anderen Kinderkliniken zusammen. Die palliativmedizinisch geschulten und erfahrenen Kinderärzte und Kinderkrankenpfleger des Teams sind jeden Tag 24 Stunden rund um die Uhr erreichbar und besuchen die Kinder bei Bedarf in ihrer häuslichen Umgebung.

Im Bild von links nach rechts: Dr. Johanna Köpp, Oberärztin in der Ravensburger Kinderklinik und Teil des PalliKJUR-Teams ebenso wie Simone Barensteiner, Fachkinderkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin, Palliative Care und Pain Nurse in der Klinik für Anästhesie am EK, PD Dr. Andreas Artlich, Chefarzt der Kinderklinik sowie Stiftungsrat Kurt Peter von der Stiftung Valentina.

Weitere Infos unter: www.stiftungvalentina.de