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Neues Parkhaus für St. Elisabethen-Klinikum bietet 874 Plätze

Bild:OSK
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Am St. Elisabethen-Klinikum entsteht derzeit das größte öffentliche Parkhaus in Ravensburg. Im Juli begann auf dem Gelände oberhalb des Labors Gärtner in der Elisabethenstraße der Aushub, im ersten Quartal 2024 soll das Parkhaus in Betrieb genommen werden. Die Parkanlage insgesamt wird 1008  Stellplätze fassen, 874 direkt im Parkhaus, 134 am bestehenden Parkplatz, der ebenerdig angrenzt. Zusammen mit den 135 Parkplätzen am Verwaltungsgebäude, in dem einst die Kinderklinik ihren Sitz hatte, befinden sich vor dem Krankenhaus damit künftig 1143 Abstellmöglichkeiten.

„Wir haben schon seit längerer Zeit beengte Parkverhältnisse am EK, deshalb hat die Oberschwabenklinik bereits vor Jahren das Projekt Parkierungsanlage in Angriff genommen. Die Parksituation am Krankenhaus wird sich dadurch wesentlich verbessern“, sagt Diplom-Ingenieurin Nicole Arens, die bei der OSK im Facility-Management mit der Nutzerkoordination des Projekts beauftragt ist. Bauherr ist der Eigenbetrieb IKP des Landkreises. Momentan gibt es in dem bebauten Areal etwa 600 Parkplätze. „Künftig werden wir mehr als 400 Stellplätze zusätzlich bereitstellen, das dürfte die derzeit beengten Verhältnisse wesentlich entspannen“, sagt Arens.

Seit Juli 2021 ist ein Teil des Hauptparkplatzes an der OSK aufgrund des Neubaus gesperrt. Für die Zeit der Bauarbeiten wurden unter anderem auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz gegenüber des Haupteingangs und am Südeingang Interimsparkplätze zur Verfügung gestellt, die Gesamtzahl der Parkplätze blieb dadurch in etwa gleich. Diese Interimsplätze werden ab der Inbetriebnahme des neuen Parkareals wieder zurückgebaut, um einer Grünanlage Platz zu machen.

Das neue Parkhaus wird sich optisch nahtlos an das Ärztehaus neben dem Klinikum anpassen. Es wird 109 Meter lang, 49 Meter breit und 13,40 Meter hoch sein. Der Stahl- und Betonbau ist in der Halbetagen-Bauweise konzipiert, er wird über sieben Parkebenen verfügen und hat jeweils zwei Zu- und Ausfahrtsbereiche. Der Bauträger und Generalübernehmer, die Firma Goldbeck Süd mit Niederlassung in Ulm, rechnet damit, dass der Rohbau je nach Strenge des Winters im April 2023 fertiggestellt sein wird. Danach folgt der Innenausbau, dann die verkehrstechnische Erschließung des Areals. Mittels eines Kreisverkehrs sollen künftig Parkhaus, Klinik und das benachbarte Labor Gärtner, das derzeit ebenfalls erweitert wird, auf getrennten Zufahrtsstraßen angefahren werden können.

Auch dem Nachhaltigkeitsanspruch wird das Parkhaus der Oberschwabenklinik gerecht werden. Das auf Basis der EU-Vorgabe erlassene Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz GEIG sieht vor, dass ein Drittel der Stellplätze mit Vorrichtungen für E-Ladeplätze ausgestattet werden müssen. In einer ersten Ausbaustufe werden im Außenbereich 90 Stellplätze mit Ladesäulen realisiert. Auf dem Dach, das extensiv begrünt wird, wird zudem eine Photovoltaikanlage angebracht mit einer Gesamtleistung von 447 kWp. Der Strom wird zur Eigennutzung in das Netz der Klinik eingespeist, auch die E-Ladeplätze werden damit versorgt.

Zufahrt zum EK die Untere Burachstraße derzeit gesperrt
Seit Montag, 28. November ist die Elisabethen-straße im Zuge der Entwässerungsarbeiten für das neue Parkhaus der St. Elisabethenklinik auf Höhe des Labors Gärtner gesperrt. Je nach Witterung dauern die Bauarbeiten bis zum 23. Dezember. Das bedeutet: Über die Untere Burachstraße kann das St. Elisabethen-Klinikum bis auf Weiteres nur von den Rettungsdiensten, von Lieferanten und von den Patienten des MVZ angefahren werden. Für alle anderen Patienten, Besucher und Mitarbeiter ist die Klinik in dieser Zeit ausschließlich über die Reichle- und Nikolausstraße zu erreichen. Auch die städtischen Busse können das EK aufgrund einer fehlenden Wendemöglichkeit bis zum Ende der Kanalarbeiten nicht mehr anfahren. Die nächstgelegenen Bushaltestellen sind die Haltestellen Gymnasien und Krankenhaus St. Elisabeth jeweils in der Gartenstraße.

Auch die Parkplätze am Rand der Nikolaus- und Elisabethenstraße in Richtung Magistrale sind für die Dauer der Straßenarbeiten nicht nutzbar, dort gilt derzeit ein Halteverbot.