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Integrationspreis des Landes geht an die Stadt Ravensburg 

„Integration findet überall in Baden-Württemberg statt und hat viele Gesichter. Zahlreiche Menschen, Kommunen und Organisationen setzen sich im Land mit viel Herzblut und Leidenschaft für ein gelingendes und selbstverständliches Zusammenleben von Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte ein“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Dieses Engagement hat die Landesregierung nun mit dem ersten Integrationspreis des Landes gewürdigt. Vor rund 800 Gästen vergaben Kretschmann und Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha den Preis am Dienstag in den Stuttgarter Wagenhallen in vier verschiedenen Kategorien. Oberbürgermeister Daniel Rapp nahm für die Stadt Ravensburg den ersten Preis in der Kategorie “Kommunen” entgegen.

Wir wollen mit dem Preis das riesige Engagement der Zivilgesellschaft, der Kommunen, der Verwaltungen, der Verbände und auch der Unternehmen im Land würdigen. All diese Initiativen und Projekte tragen wesentlich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei”, sagte Kretschmann. Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des Landesbeirats für Integration, hat die Preisträger in den drei Kategorien Zivilgesellschaft, Unternehmen & Verbände sowie Kommunen & Verwaltungen ermittelt. Zusätzlich wurde noch ein Sonderpreis im Bereich „Kinder und Jugend“ vergeben. „Ich freue mich, dass so viele Menschen in Baden-Württemberg zei-gen: Integration ist bei uns im Land gelebte Praxis. Lassen Sie uns weiterhin Farbe bekennen und für Vielfalt und ein respektvolles Miteinander eintreten“, so Integrationsminister Lucha.

Warum wurde die Stadt Ravensburg mit dem Integrationspreis ausgezeichnet? Bereits seit den 1970er Jahren engagiert sich die Stadt in besonderem Maße für Menschen mit Migrationsgeschichte, anfangs mit dem Arbeitskreis für Gastarbeiterfragen, später mit dem Ausländerbeirat, der in den 1990er Jahren in Beirat für Integrationsfragen umbenannt wurde. “Wir verstehen Integration seit Jahrzehnten als selbstverständlich. Aber sie ist eine dauernde Querschnittsaufgabe, bei der Stadtverwaltung, Kirchen, Verbände, Unternehmen und (Migranten-) vereine zusammengebracht werden und gemeinsam agieren. Das muss man wollen und leben. Und das tut Ravensburg. Es freut mich sehr, dass die Landesregierung dieses Engagement sieht und anerkennt”, sagte Oberbürgermeister Daniel Rapp bei der Preisverleihung am Dienstagabend in Stuttgart. Wer nach Ravensburg komme um hier zu leben, sei vom ersten Tag an Ravensburgerin oder Ravensburger – mit allen Rechten und natürlich auch mit allen Pflichten. Dazu gehöre beispielsweise auch, Kinder von Geflüchteten möglichst ab dem ersten Tag beschult werden und nicht erst nach einem halben Jahr, wie es das Gesetz vorgebe. Rapp: “Dieser Preis geht nicht nur an die Stadtverwaltung und an den Gemeinderat, sondern an alle in der Ravensburger Stadtgesellschaft. die zum Gelingen der Integrationsarbeit beitragen – Vereine, ehrenamtliche Initiativen und Unternehmen, die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft ausbilden und beschäftigen.

Der Landespreis für Integration wurde in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen. Bewerben konnten sich Einzelpersonen, Vereine, Unternehmen, Initiativen, Kommunen, Schulen und Verbände, die sich in besonderer Weise für Integration und Zusammenhalt in Baden-Württemberg einsetzen. Es sind insgesamt 380 Bewerbungen eingegangen. In allen vier Kategorien wurden ein erster, zweiter und ein dritter Platz sowie Anerkennungspreise vergeben. Für den ersten Platz wird jeweils ein Preisgeld von 4.000 Euro vergeben, für den zweiten Platz 2.000 Euro und für den 3. Platz 1.000 Euro.

Alle Preisträger des ersten Integrationspreises des Landes Baden-Württemberg können in der Pressemeldung des Sozialministeriums nachgelesen werden: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/baden-wuerttemberg-verleiht-ersten-integrationspreis-des-landes/

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